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30. Juli 2025Herrlich unangepasst: Auch auf seinem neuen Album spielt James McMurtry sperrigen und unverfälschten Roots-Rock.
von Sebastian Meißner
Steve Earle, Warren Zevon, Townes Van Zandt: Die Namen, mit denen James McMurtry von Kritikern gerne mal verglichen wird, sind die ganz großen des Blues- und Roots-Rock, Folk und Americana. Vor allem aber sind es die authentischen Musiker, die sich zu keiner Zeit für den größeren Erfolg verkauft oder verstellt haben. McMurtry ist inzwischen 63 Jahre alt. Seit 30 Jahren ist er im Geschäft. Der texanische Troubadour gilt als notorischer Eigenbrötler, als manchmal sperriger Umgang. Seine Musik aber ist so ungefiltert und pur wie nur wenige neben ihr.
Geschichten aus der Mitte
Das gilt
auch – oder vielleicht sogar in besonderem Maße – für die Songs auf seinem neuen, insgesamt 11. Studio-Album „The Black Dog And The Wandering Boy“. Zusammen mit seiner seit zehn Jahren und etlichen Live-Shows eingespielten Begleitband spielt McMurtry darauf diesen dreckigen und markigen Sound und erzählt Geschichten aus der Mitte seines Landes. Es geht darin unter anderem um alternde Sheriffs, die Folgen von 9/11, leicht zu durchschauende Kartenspielertricks und um Halluzinationen. James McMurtry trägt diese unaufgeregt und mit einem Swag vor, den man nicht imitieren kann. Das Titelstück, das auch als Vorabsingle diente, ist die Blaupause. Die Band groovt wie ein rostiger Traktor, die Mundharmonika heult wie ein verletzter Straßenköter und McMurtry ist der geheimnisvolle Mann vom Dorfrand.
James McMurtry und Band wie ein rostiger Traktor
Unter den zehn Songs dieser Platte befinden sich auch zwei Coversongs: Kris Kristofferson „Broken Freedom Flag“…





