Indigo Sparke: Echo – Albumreview

Indigo Sparke: Echo – Albumreview

Indigo Sparke: Die australische Indie-Folk-Hoffnung

Im australischen Sydney geboren und von ihren musizierenden Eltern nach dem Duke-Ellington-Song „Moon Indigo“ benannt, wuchs Indigo Sparke mit der Musik von Joni Mitchell und Neil Young auf. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen für eine eigene Karriere als Musikerin. Zunächst jedoch schlug Sparke die Schauspieler-Karriere ein, bevor sie sich in ihren frühen 20ern das Gitarrenspiel beibrachte. Nach diversen Live-Auftritten erschien 2016 ihre EP „Night Bloom“, die ihr Support-Konzerte für die Australien-Tour der amerikanischen Indie-Folk-Rock-Band Big Thief und eine Einladung zum South By Southwest Festival 2019 einbrachte.

Indigo Sparke erinnert an Laura Marling

Indigo Sparke Echo Cover Sacred Bones

Big-Thief-Sängerin Adrianne Lenker sowie Andrew Sarlo (Big Thief, Bon Iver) fungieren bei Sparkes Debütalbum nun zum Dank als Produzenten. Ein Album, das Indigo Sparke als „a deep and intimate ode to death, decay and the restless feeling of wanting to belong to something greater“ beschreibt. Neun Americana-Indie-Folk-Songs hat sie für „Echo“ aufgenommen, neun fast gänzlich auf ein Schlagzeug verzichtende, im Tempo verschleppte, ungemein berührende wie betörende Songs, getragen von Sparkes sanfter Stimme. Häufig leicht verhallt und schwebend, mit der gezupften E-Gitarre als wichtigste instrumentale Begleitung zu ihren poetischen Texten. Die verhaltenen und zurückhaltenden Arrangements erinnern mitunter an einige Lieder ihrer britischen Kollegin Laura Marling, die zu ähnlicher Intensität mit wenigen Mitteln fähig ist.

Zwischen Joni Mitchell und Mazzy Star

Im schwermütig-traurigen „Bad Dreams“ heult Sparke mit ihrer langgezogenen Stimme schon mal mit den Wölfen um die Wette, entdeckt im anschließenden „Carnival“ eine zwischen Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit pendelnde Joni-Mitchell-Attitüde. „Dog Bark Echo“ kommt als gespenstische Spoken-Word-Performance daher, während der von Sounds & Books bereits zum Song des Tages gekürte Opener „Colourblind“ den Indie-Dream-Pop-Charme von Hope Sandoval und Mazzy Star erreicht und „Baby“ als Wiegenlied auftrumpft. Am Ende steht das sphärisch-verwunschene „Everything Everything“, mit dem Indigo Sparke den Sound der Kollegin Adrianne Lenker sehr nah kommt. In seiner ruhigen Art mag „Echo“ zwar unspektakulär wirken, überzeugt indes mit berückenden Songs.

„Echo“ von Indigo Sparke erscheint am 21.05.2021 bei Sacred Bones / Cargo Records. (Beitragsbild von Adrianne Lenker)  

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