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26. Mai 2026Iceage werfen mit „For Love Of Grace & The Hereafter“ einige Fragen auf. Vor allem die Frage: Soll das so sein? Aber falls nicht, wirkt es zumindest sehr selbstbewusst so.
von Mia Lada-Klein
Iceage sind zurück und veröffentlichen mit „For Love Of Grace & The Hereafter“ ihre erste neue Musik seit „Seek Shelter“ aus dem Jahr 2021. Und gefühlt scheinen sich Iceage nicht wirklich für Hochglanz oder sterile Perfektion zu interessieren.
„Ember“ eröffnet die Platte mit einem angenehm schrammeligen Rocksound, der irgendwo zwischen Garage, Brit Rock und kontrolliertem Chaos wankt. Die Produktion wirkt dabei leicht unsauber. Nicht dieses künstlich polierte „Wir tun jetzt mal auf Retro“, sondern eher so, als hätte tatsächlich jemand in einer Garage beschlossen, dass Perfektion ohnehin überschätzt wird. In Zeiten, in denen selbst schlechte Schlafzimmerproduktionen inzwischen klingen wie
sterile Hochglanzwerbung, wirkt das fast schon rebellisch. Der leichte The-Strokes-Einschlag lässt sich dabei kaum ignorieren. Zumindest nicht, wenn man einmal in diese Richtung denkt. Gitarren, die leicht stolpern, Vocals mit dieser leichten Egal-Kante und dieses Gefühl von “lässig”. Und ja, vermutlich vergleicht jeder bekennende The-Strokes-Fan irgendwann alles mit The Strokes. Aber in diesem Fall ist das durchaus als Kompliment gemeint.
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