Ian Gillan: Ian Gillan & The Javelins – Album Review

Ian Gillan: Ian Gillan & The Javelins – Album Review

Ian Gillan und die Zeit vor Deep Purple

Als Sänger der legendären Hard-Prog-Rock-Band Deep Purple schrieb Ian Gillan Musikgeschichte. Ihre großen Alben Deep Purple In Rock, Fireball und Machine Head gehören in jede vernünftige Plattensammlung und unvergessene Hits wie „Smoke On The Water“, „April“, „Child In Time“ oder „Lazy“ sind unzerstörbare und ewige Meilensteine des Rockgenres. Aber auch für Ian Gillan gab es eine Zeit vor Deep Purple und die hieß The Javelins. In den frühen Sechzigern, als The Beatles Chubby Checkers „Twist And Shout“ coverten und The Rolling Stones mit Chuck Berrys „Come On“ erste Erfahrungen in den britischen Charts sammelten, war auch Ian Gillan Feuer und Flamme für die Werke anderer Künstler.

Ian Gillan & The Javelins nahmen das Album in Hamburg auf

Ian Gillan & The Javelins Cover earMUSICGemeinsam mit Leadgitarrist Gordon Fairminer, Rythmusgitarrist Tony Tacon, Bassist Tony Whitfield und Schlagzeuger Keith Roach verfiel Gillan der Macht des Pop, des Soul, des Rock’n’Roll der damaligen Zeit und verdiente sich die ersten Sporen ebenfalls mit Coverversionen. Zu einer Plattenaufnahme hat es für The Javelins in den 60ern nicht gereicht, erst Mitte der 90er brachte das Quintett das Cover-Album Sole Agency & Representation heraus. Nun folgt das selbstbetitelte Zweitwerk, das sechzehn neue Aufnahmen versammelt. In der erwähnten Originalbesetzung fanden sich Ian Gillan & The Javelins in den Hamburger Chameleon Studios ein, um sich an die Arbeit zu machen und in die damalige Zeit zu beamen. Und so klingen The Javelins denn auch. Nein, nicht verstaubt, sondern ihrem eigenen Alter angemessen und voller Hingabe den Songs gegenüber.

Rock’n’Roll-Klassiker, Pop-, Soul- und Blues-Cover

Es befinden sich Chuck Berry-Klassiker („Memphis, Tennessee“, „Rock And Roll Music“) auf dem Album, aber auch schönste Pop-Schmonzetten wie „Heartbeat“, „It’s So Easy!“ (Buddy Holly“) und „Save The Last Dance For Me“ (Doc Pumus, Mort Shuman). Ian Gillan & The Javelins rocken und rollen munter vorwärts mit Jerry Lee Lewis („High School Confidential“), twisten bei “Do You Love Me“, frönen dem Soul mit Bläsersection und weiblichen Backgroundchören („Dream Baby (How Long Must I Dream)“, „What I’d Say“), und geben sich dem Blues hin („You’re Gonna Ruin Me Baby“, „Hallelujah I Love Her So“). Klingt wie eine Fingerübung für die Herren, aber eine ziemlich coole.

„Ian Gillan & The Javelins“ von Ian Gillan & The Javelins erscheint am 31.08.2018 bei earMUSIC (Beitragsbild by Dennis Dierksen).

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