Hop Along: Bark Your Head Off, Dog – Album Review

Hop Along: Bark Your Head Off, Dog – Album Review

Ein experimentierfreudiges neues Album der Indie-Rock-Pop-Band Hop Along

Drei Jahre nach ihrem letzten, auch bei Sounds & Books hochgelobten Longplayer Painted Shut kehren Hop Along mit Bark Your Head Off, Dog zurück. Es ist das dritte Album in Bandformat, das Songwriterin, Sängerin und Gitarristin Frances Quinlan, Gitarrist Joe Reinhart, Bassist Tylor Long und Schlagzeuger Mark Quinlan aufgenommen haben und das in Punkto Raffinesse seinen Vorgänger noch übertrifft. Im Vergleich zu den neun neuen Stücken waren die Indie-Rock-Hymnen des Vorgängers wie „Horse Shoe Crab“, „Powerful Man“, „I Saw My Twin“ und „Sister Cities“ in ihrer Eingängigkeit fast schon leicht konsumierbares Hörfutter.

Hop Along Bark Your Head Off Dog AlbumcoverNicht, dass das Quartett aus Philadelphia auf Bark Your Head Off, Dog die Melodien vernachlässigte. Keinesfalls. Doch liegt das Augenmerk bei vielen Songs auf vertrackteren und experimentierfreudigen Arrangements. Der bereits auf Painted Shut vorhandene Hang zu Rhythmuswechseln ist auf dem Folgewerk wesentlich ausgeprägter. Die erstmals eingesetzten Streicher dienen nicht unbedingt zur Veredelung einzelner Kompositionen, sondern sind ein Mosaikstein der verschachtelten Rhythmen und klingen teilweise wie von Andrew Bird arrangiert. Was natürlich entschieden für Hop Along spricht. Man höre sich nur mal „Not Abel“ an, das folkloristisch beginnt, man wähnt Frances Quinlan schon Minnesängerin auf einem alten englischen Schloss, bevor schräg-dramatische Streicher mit Macht die mittelalterliche Poesie unterbrechen. Nach drei Minuten folgt ein Cut und Hop Along bringen „Not Abel“ als ausgelassenen Indie-Pop-Rock-Song zu Ende.

Als solcher führt sich auch „The Fox In Motion“ auf, das zwischen Indie-Pop-Rock und Disco-Funk groovt und vorwärtstreibt. Ganz lässig und melodieselig hingegen „One That Suits Me“, das sich trotz Breaks sehr schnell in die Gehörgänge einschmeichelt, Indie-Pop, der in den 70ern wildert. Sehr schön auch das locker galoppierende „How Simple“, das auf akustische Gitarre, Streicher, Gesang und ein Pfeifen reduzierte „How You Got Your Limp“ sowie der famose Abschlusstrack „Prior Things“, das die Streicher, die Experimentierfreudigkeit und die feinen Melodien zusammenführt. Bei jedem neuen Durchgang stößt man auf bis dato unentdeckte Details. Lassen sie sich überraschen.

„Bark Your Head Off, Dog“ von Hop Along ist am 06.04.2018 bei Saddle Creek / Cargo Records erschienen (Beitragsbild: Hop Along by Tonje Thilesen).

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