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27. April 2026Amerika schwankt, Americana blüht: Hiss Golden Messenger trösten mit einer grandiosen Mischung aus Folkrock, Country, Soul und Blues.
von Werner Herpell
Schlechte Zeiten für Amerika, gute Zeiten für Americana: Die typisch nordamerikanische Mixtur aus Folkrock, Country-Pop, Soul, Gospel und Blues (mit unterschiedlichen Gewichtungen) erlebt in diesem tristen Jahr des immer deutlicher zum Vorschein kommenden Donald-Trump-Faschismus erneut eine Hochkonjunktur. Und das sogar weit entfernt von den Unvereinigten Staaten von Amerika, wie zuletzt die wunderbaren Alben der süddeutschen Singer-Songwriter Pete Jay Funk und Michael Moravek sowie des Briten Michael Weston King bewiesen.
Die Sorgen, Nöte und Hoffnungen des MC Taylor
Die nächsten Americana-Highlights des Jahres stammen nun aber wieder aus den USA. Und bevor das neue Album „Little Wide Open“ von
Kevin Morby die Folkrock-Fans im Mai umblasen wird (es ist – Achtung, zweiter Spoiler – ein echter Hammer!), soll hier von einem weiteren guten Bekannten die Rede sein: von MC Taylor aka Hiss Golden Messenger. Auf „I’m People“ versucht er, fünf Jahre nach dem melancholischen Meisterwerk „Quietly Blowing It“ (eine Reaktion auf die bereits erschütternden ersten Trump-Jahre) und drei Jahre nach dem optimistischeren „Jump For Joy“ (aufgenommen in der ruhigen Regierungszeit von Joe Biden) seine Sorgen und Nöte (und auch Hoffnungen) angesichts der ihm fremd gewordenen Heimat in Worte und Songs zu fassen.
Taylor, ein in manchen Lebenskrisen gereifter Mittfünfziger aus North Carolina, setzt sich in seinen zwölf neuen, wie immer wunderschönen Songs „mit Herzschmerz und Hochgefühlen und der absolut schwarzen Komödie des Lebens in Amerika i…





