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15. Juni 2026Die Songwriterin Haylie Davis spricht mit Sounds & Book über Ihr Debüt-Album „Wandering Star“ und die neue kalifornische Cosmic-American-Music-Szene
Interview von Ullrich Maurer
Die kalifornische Songwriterin Haylie Davis veröffentlichte dieser Tage ihr Debüt-Album „Wandering Star“, das Sounds & Books bereits ausführlich würdigte. Obwohl es sich dabei um das Solo-Debüt handelt, ist Haylie Davis keineswegs eine Newcomerin. So trat sie bereits 2022 – noch unter ihrem Mädchennamen Haylie Hostetter – zusammen mit ihrem Partner William Worden mit ihrem Counry-Folk-Projekt Will & Haylie in Erscheinung und agierte danach als Lady Apple Tree, bevor sie mit ihrem Wechsel zu ihrem jetzigen Label dann ihren jetzigen Namen Haylie Davis annahm. Mit dem Album „Wandering Star“ empfiehlt sich Haylie Davis nun als Vertreterin einer inzwischen etablierten Szene, in der sich Musiker zusammengefunden haben, um die dereinst von Gram Parsons und Emmylou Harris etablierten Tugenden der Cosmic-Amerícan-Music mit Liebe zum Detail in die Jetztzeit zu überführen.
Haylie Davis und die Cosmic-American-Music-Szene
Hallo Haylie! In der aktuellen Cosmic-American-Music Szene hat sich ja eine illustre Schar von Künstlern versammelt, die von der gleichen musikalischen Vision geprägt scheinen. Die beteiligten Musiker – darunter Michael Collins mit seinem Projekt Drugdealer, Ben Schwab und sein Projekt Sylvie, der Songwriter Sam Burton, seine Kollegin Marina Allen und assoziierte Gäste wie Natalie Mering (Weyes Blood) oder Kate Bollinger sowie Alex Amen scheinen dabei ja in immer wieder neuen Konstellationen aufeinander zu treffen. Wie bist Du in dieser Szene geraten? Könntest Du uns kurz Deinen musikalischen Werdegang beschreiben?
Haylie Davis: An die Szene in Los Angales bin ich über Drugdealer geraten, nachdem ich nach L.A. gezogen bin. Ich habe auf ein paar Tracks auf der Drugdealer-Platte ‚Hiding In Plain Sight‘ gesungen. Danach habe ich bei Sylvie gesungen und als Touring-Act gearbeitet. Sam Burton habe ich dann über Drugdealer kennengelernt, der mich für das Sylvie-Projekt empfohlen hatte. Mit Sam Burton habe ich danach bei dessen ‚Dear Departed‘-Album zusammengearbeitet und werde das auch auf seiner kommenden Scheibe tun.
Alex Amen habe ich schon vor einiger Zeit kennengelernt und bin auch auf seinem Debüt-Album ‚Sun Of Amen‘ zu hören. Mit Alex habe ich dann auch den Song ‚April‘ auf dessen Album geschrieben. Dafür singen Sam und Alex nun auf meinem Album ‚Wandering Star‘ mit. Sam hat das Album auch produziert. Seit das
Sylvie-Projekt auseinandergefallen ist, sind die Musiker, die darauf zu hören sind, Sam Burtons Band – und jetzt auch meine. Aber ich spiele auch mit Alex Amens Band zusammen.
Persönlich und universell
Das, was alle Musiker dieser Szene auszeichnet, ist ja die gemeinsame Liebe für klassisches Storytelling und Songwriting, eine Vorliebe für analoge Old-School-Werte und organische Produktionstechniken, die zeitlosen Country-, Folk-, und Psychedelia-Elemente, die auch die ursprünglichen Cosmic-American-Produktionen auszeichneten. Welche Perspektive nimmst Du denn in dieser Hinsicht ein und wie hast Du Deine Identität als Songwriterin in diesem Setting gefunden?
Haylie Davis: Es kommt natürlich auf den Song an. Generell schreibe ich Sachen für mich selbst. Mein früheres Projekt Lady Appletree war da vielleicht etwas mehr von Charakteren bestimmt bzw. aus der Sicht der Lady Apple Tree Persona verfasst und weniger du…




