Hater: You Tried – Album Review

Hater: You Tried – Album Review

Vielversprechender Gitarren-Indie-Pop der schwedischen Band Hater

Wenn es noch eine Lücke zwischen The Sundays, Alvvays und Veronica Falls gab, so ist nunmehr mit Hater geschlossen. Das schwedische Quartett um Sängerin Caroline Landahl fügt dem Indie-Gitarren-Pop auf You Tried verliebenswerte Nuancen bei, die jedem Lo-Fi-Ästheten das Herz höher schlagen lassen. You Tried ist das Debütalbum von Hater, einer Band, die erst seit gut einem Jahr miteinander musiziert. Gegründet haben Caroline Landahl, Måns Leonartsson, Adam Agace und Lukas Thomasson Hater in Malmö, wo die einzelnen Bandmitglieder vorher bereits in anderen lokalen Gruppen spielten.

Sounds & Books_kHater-You-Tried-Coverk-digital-1500Es hing alles sehr schnell mit Hater. Im Sommer 2016 erschien mit Radius die Debüt-EP und ein dreiviertel Jahr später also der erste Longplayer You Tried. Neun Songs, die von Caroline Lindahls glockenheller, verträumter, verführerischer und gar lieblicher Stimme getragen werden. Hater versammeln auf ihrem Erstlingswerk höchst  melodiöse und harmonische Gitarren-Indie-Pop-Songs, denen sehnsüchtige Melancholie zu Grunde liegt. Gelegentlich blitzen gefährlich anmutende Post-Rock-Gitarrengewitter herein, doch erhöhen diese Parts in Stücken wie „Common Way“ oder „Had It All“ nur die bereits erreichten himmlischen Sphären. Denn dorthin katapultieren uns Hater mit dem fluffigen und entzückenden Gitarren-Jingle-Jangle von „Mental Haven“.Im Opener „Carpet“ kokettieren Hater mit dem New Wave, in „Cry Later“ mit Sixties-Psychedelic-Pop, während „Always To Get By“ unergründliche Facetten des Dark-Pop auslotet. „Heavy Hearts“ überrascht als unerwartete Up-Tempo-Nummer und das anschließende „Stay Gold“ überschlägt sich geradezu im Geschwindigkeitsrausch. Indie-Pop meets Punk. Mit dem Titeltrack „You Tried“ beenden Hater das Album jedoch wieder in gewohnter und verzückender, am Dream-Pop angelehnter Manier. Gutes und vielversprechendes Debütalbum.

„You Tried“ von Hater ist am 10.03.2017 bei PNKSLM Recordings erschienen (Beitragsbild: Pressefoto).

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