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2. Oktober 2025„Empty Garden“ von Harrison Storm bringt Herzschmerz auf sanfte Indie-Wellen. Es tut kurz weh, fühlt sich danach aber wie ein musikalisches Wundpflaster an.
von Mia Lada-Klein
Nach seinem Debüt „Wonder, Won’t You?“ legt der australische Singer-Songwriter Harrison Storm mit „Empty Garden“ sein zweites Album vor. Und dieses Mal geht es ans Eingemachte. Zwischen akustischem Indie-Folk, cineastischem Pop und einer Prise organischem Rock verarbeitet Storm das Ende einer Beziehung. Klingt nach Kummerkasten? Irrtum. Hier gibt’s keine Salzkrusten auf frischen Wunden, sondern ein wohlduftendes Soundpflaster, das eher tröstet, als dass es nachtritt.
Sanfte Wellen statt lauter Knall
Das Album eröffnet mit
„For Your Love“. Und die ersten Töne schleichen sich wie ein Hauch von Weihnachtszauber ein. Ruhig, sanft, fast schon federleicht beginnt die Reise. Stimmlich ist Harrison Storm der stille Star des Ganzen, auffällig, aber ohne zu viel Krawall zu machen. Auch der Titeltrack „Empty Garden“ startet zurückhaltend, schleicht sich dann aber in ein poppigeres Gewand hinein, wie ein Song, der plötzlich den Mut fasst, ein bisschen bunter zu werden. Ein Highlight auf der Platte ist das Duett „Someone Else“ mit Winona Oak. Zwei sehr eigene Stimmen, die aber wunderbar harmonieren.
Harrison Storm hat sein Konzept und er zieht es durch. Jeder Track beginnt leise, tastet sich heran, baut sich Stück für Stück auf, wird mal etwas schneller, mal poppiger, mal rockiger. Doch die ganz große Explosion bleibt aus. Diese Songs sind wie Wellen: sie schwellen an, sie tragen einen fort, aber sie brechen nie dramatisch über einem zusammen.





