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10. September 2025
Agnes Obel live in Hamburg 2025
10. September 2025Bei Gruff Rhys trifft akustischer Folk auf elektronische Tupfer, Wohnzimmer-Intimität auf cineastische Momente. Er ist wie ein Freund, der einfach ein paar Songs für dich spielt.
von Mia Lada-Klein
Neun Alben hat Gruff Rhys mittlerweile auf dem Buckel – zuletzt „Sadness Sets Me Free“ (2024) – und mit „Dim Probs“ legt er wieder eine Platte vor, die vor allem eines ist: konsequent eigenwillig. Der Mann singt durchgehend auf Walisisch, was für Nicht-Sprechende bedeutet: Textlich bleibt’s ein Rätsel, musikalisch dafür umso spannender. Das Schöne daran: Man ist gezwungen, sich ganz auf den Sound, die Atmosphäre, die Stimmungen einzulassen.
Gruff Rhys: Intimität statt Bombast
Der Opener „Pan Ddaw’r Haul I Fore“ klingt, als würde Gruff Rhys im
Wohnzimmer sitzen, die Gitarre lässig auf den Knien, während ein paar Freunde Percussion und Backing Vocals beisteuern. Kein Stadionpathos und keine Produzentenwand. Es ist diese intime, fast beiläufige Wärme, die sich breitmacht. „Saf Ar Dy Sedd“ knüpft daran an, diesmal mit fließendem Klavier und ein paar elektronischen Einsprengseln, die wirken, als hätte jemand im Nebenzimmer den Synthesizer eingeschaltet. Mit „Taro #1 + #2“ wird’s leicht poppig, bleibt aber immer noch akustisch geerdet, jedoch mit deutlich mehr Elektro im Feeling. „Dos Amdani“ dagegen überrascht: Hier dominiert die Trompete, und plötzlich glaubt man, in einer Mischung aus kleiner Bigband und Jan-Delay-Gedächtnis-Groove zu landen. Das Kuriose: Alles das wirkt nie überladen, sondern immer so, als würde alles aus einem sehr reduzierten Setting wachsen.
Beatles, Otava Yo und ein Hauch Manu Chao
„Chwyn Chwyldroadol!“ bringt die Beatles ins Spiel. Jedenfalls ruft die anfängliche Harmon…





