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31. Oktober 2018Greta Van Fleet, die genialen Led Zeppelin-Epigonen lassen die Hamburger Sporthalle erbeben
Die Erwartungshaltung an Greta Van Fleet war im Vorfeld hoch. Der Hype um die junge Band aus Frankenmuth, Michigan, nahm nach dem Erscheinen ihrer ersten beiden EPs von Monat zu Monat zu. Noch vor der Veröffentlichung ihres an dieser Stelle besprochenen und bereits in den deutschen Top-Ten befindlichen Debütalbums Anthem Of The Peaceful Army waren alle drei Deutschlandkonzerte ausverkauft, der Hamburg-Gig des Quartetts musste aufgrund der hohen Nachfrage gar in die Sporthalle hochverlegt werden.
Greta Van Fleet und ihre Überväter Led Zeppelin
Am 30.10.2018 betreten die drei Brüder Joshua (Gesang), Jacob (Gitarre) und Samuel (Bass, Orgel) Kiszka sowie Schlagzeuger Daniel Wagner um circa 21.25 Uhr die Bühne der Alsterdorfer Sporthalle, beginnen mit dem psychedelisch getränkten „Brave New World“ und sind von der ersten Minute an sehr nah dran an ihren musikalischen Übervätern Led Zeppelin. Manchen Kritikerkollegen ist der Greta Van Fleet-Sound in der Konsequenz dann doch zu nah an Led Zeppelin, aber diese Epigonenband macht das richtig gut. Einzige Manko: Das Konzert ist mit 60 Minuten viel zu kurz. Okay, es folgen noch zwei Zugaben, so dass sich die Spielzeit auf gut 75 Minuten ausdehnt. Die haben es allerdings in sich.
Der Mut zum Urschrei
Endlich wieder ein Gitarrist, der sich mit seinen Soli in Ekstase spielt. Endlich wieder ein Schlagzeuger, der sich wie das „Tier“ benimmt und auf seine Felle eindrischt. Endlich wieder ein Bassist, der groovt. Und endlich wieder ein Sänger mit dem Mut zum Urschrei. Das alles jedoch im Dienst der einzelnen Songs. Keine unnötigen Manierismen, keine Ego-Trips. Poser ja, virtuos, ja, aber nicht auf die Spitze getrieben. Blues-Rock, Hard-Rock, Psychedelic-Rock, Folk-Rock, Rock’n’Roll. Schwere Riffs, laut und infernalisch.
Eine Band in der Sturm und Drang-Phase
Und dass „Highway Tune“, „Flower Power“, „When The Curtain Falls“, „Black Smoke Rising“ und „Safari Song“ (samt Drum-Solo) so klingen wie von Led Zeppelin? Umso besser. Greta Van Fleet haben es einfach drauf. Eine sympathische Band in ihrer Sturm und Drang-Phase, die die Sehnsucht nach guter Rockmusik auch live erfüllt. Die Zukunft des Rock’n’Roll hat schon ein anderer gesehen. Wir genießen die Gegenwart. Mit Greta Van Fleet. Und einem völlig berechtigten Hype um diese Band.

























