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3. September 2025Grant-Lee Phillips – dieser Name steht seit gut 30 Jahren für große Folkrock- und Americana-Kunst. Sein neues Soloalbum ist besonders schön.
von Werner Herpell
„Ich male Landschaften mit Worten“, sagt Grant-Lee Phillips über seine Texte, die inzwischen ein rundes Dutzend Soloalben prägen. Aber nicht nur in den Lyrics neigt der 62-jährige US-Singer-Songwriter zum Cineastischen, Atmosphärischen, Bildhaften. Seine feinen Americana-Kompositionen und diese unendlich sanfte, sensible Stimme setzen die Wort-Landschaften perfekt in Töne um. Auch jetzt wieder, auf Phillips‘ zwölften Werk „In The Hour Of Dust“, einem der besten seit dem Split seiner grandiosen Alternative-Folkrock-Band Grant Lee Buffalo (1992 bis 1999).
Inspiriert durch ein indisches Gemälde
Der Albumtitel geht auf einen Bummel des Musikers durch das
Norton Simon Art Museum in Pasadena/Kalifornien vor einigen Jahren zurück. „Inmitten einer Sammlung detailreicher Gemälde aus Indien, von denen einige aus dem 19. Jahrhundert stammten, fiel ihm ein bestimmtes Werk besonders ins Auge“, heißt es auf Phillips‘ Bandcamp-Seite. „Der erfolgreiche Sänger, Songwriter und Maler schlug sein Notizbuch auf und machte sich eine Notiz sowohl über die Bildsprache des Gemäldes als auch über die bedrohliche Bedeutung seines Titels.“ Ein häufiges Thema in der Poesie und Malerei Indiens sei „das Konzept der ‚Stunde des Kuhstaubs‘. Das ist der Moment des Tages, an dem die Kühe nach Hause getrieben werden und Staub aufwirbeln; das ist das Signal, die Lampen vorzubereiten. Die Nacht bricht herein.“
„Kunst war meine erste Liebe“, erklärt Phillips (manchen auch als Kleinstadt-Troubador der TV-Seri…





