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15. September 2025Exzellente „mood music“ machte Rob Goodwin schon mit The Slow Show. Auf seinem Solo-Debüt reduziert Goodwin diesen Sound noch mehr.
von Werner Herpell
„Exzellente, bislang unveröffentlichte Solo-Stücke des sensiblen Bariton-Sängers und Gitarristen aus Manchester, der seit längerem der Liebe wegen in Düsseldorf beheimatet ist, umrahmt lediglich von dezenten Keyboards und einigen weiblichen Vocals“, diesen Eindruck nahm ich im Sommer 2024 von einem Rheindampfer-Konzert des Briten Rob Goodwin beim wunderschönen Rheingau-Popfestival „Heimspiel Knyphausen“ mit. Und war so begeistert wie erwartungsvoll: „Auf das zum Jahresende geplante Goodwin-Debütalbum darf man nun sehr gespannt sein.“
Das Warten wird belohnt
Etwas länger dauerte es dann doch mit der Veröffentlichung von besagtem Soloalbum „Peekaboo“. Aber das
Warten hat sich gelohnt. Sehr sogar. Schon im Trio The Slow Show machte Sänger Rob Goodwin dem Bandnamen bekanntlich alle Ehre. Die Lieder waren langsam, die Moll-Töne tröpfelten bedächtig, die Sounds blieben meist plüschig-verhangen, der tiefe, feierliche, wunderbar gelassene Gesang des Frontmannes machte die Herbststimmung perfekt. Als Solist Goodwin lässt es der in Deutschland lebende Brite auf „Peekaboo“ nun sogar noch etwas ruhiger und reduzierter angehen. Mit zehn Liedern, die am Ende einer Party ihre Wirkung entfalten, aber noch besser unter dem Kopfhörer, mit einem guten Glas Rotwein neben dem Lieblingssessel.
Goodwin und Lambert – das passt
„Peekaboo“ ist also „mood music“ der ganz edlen Sorte, die auch mal in Richtung der späten Talk Talk, von The Blue Nile (deren Sänger Paul Buchanan vergleichbar melanchol…





