Gérard bloggt

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Auf dem Weg zum Berlin-Marathon, Teil 1

von Gérard Otremba

Seit gestern trainiere ich wieder. Mit einem lockeren 8-KM-Lauf im sehr gemütlichen Joggingtempo von 5:53 nahm ich da Marathontraining wieder auf. Bei einem Durchschnittspuls von 126 war alles in Lot. Heute lief ich 16 KM im Dauerlaufmodus von 5:33 bei einem Puls von 133, auch hier alles im grünen Bereich nach meiner zweiwöchigen Reizhusten-Schnupfen-Laufpause. Die Power in den Oberschenkeln vermisste ich und auch das linke Kniegelenk muss sich wieder an die steigenden Belastungen gewöhnen, aber das wird schon. Allein von meinem Wunsch-Optimal-Gewicht von 60 KG bin ich noch drei Kilogramm entfernt, das wird knapp, denn in bereits neun Wochen findet der Berlin-Marathon statt, mit dem ursprünglichen Plan, die magische 3-Stunden-Schallmauer zu durchbrechen. Durch eine zweimonatige Zwangspause (Schmerzen in der Innenseite der linken Ferse, die sich als Fersensporn entpuppten) im April und Mai geriet ich in meiner Vorbereitung arg in Rückstand, so dass dieses Ziel ad acta gelegt ist.

Von meinem angepeilten Vier-Monats-Plan musste ich mich schweren Herzens ebenfalls verabschieden und die leichte Bronchitis der vergangen Tage zwingt mich aus einem 10-Wochen-Plan nun einen 9-Wochen-Notfallvorbereitungsplan zu basteln. Das Ziel ist, trotzdem so schnell wie möglich ins Ziel zu laufen und in die Nähe meines persönlichen Rekordes von 3:10:10 (aufgestellt beim Hamburg-Marathon 2013) zu kommen, respektive diesen zu unterbieten. Die beiden Läufe an diesem Wochenende dienten auch dazu, meine neuen Schuhe einzulaufen. Beim Kauf der Laufschuhe vor zwei Wochen (zwei Tage später begann der Husten) erfüllten drei andere männliche Läufer ein interessantes Klischee. Alle durften diese schönen Schuhe hier anprobieren…

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(geile Farbe, oder? Da ist doch eine neue Bestzeit vorprogrammiert!)… und alle stellten die gleiche Frage: „Gibt es die auch in einer anderen Farbe?“ „Bekackte Amateure“, um meinen Lieblingsfilm zu zitieren, denn in wirklich jedem Popel-Laufanleitungsbuch wird die Unwichtigkeit der Farbe bei Laufschuhen herausgestellt. Aber ausgerechnet bei den Laufklamotten machen die Herren plötzlich einen auf modebewusst. Ich jedenfalls fühle mich in den Schuhen pudelwohl, finde die Farbe gar prächtig Aufmerksamkeit erregend und werde mit ihnen durchstarten. Und jetzt geht es ab auf die Couch, das Kicker-Sonderheft zur neuen Fußballsaison lesen, die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften schauen und regenerieren. Bis die Tage.

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