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27. August 2025Ein letztes Mal Funhouse Festival? Von wegen!
Text und Fotos von Lucie Fischer
Vom 22. bis 24. August 2025 verwandelte das Funhouse Festival erneut das Kieler Nordmarksportfeld in ein pulsierendes Herz der Stadt. Rund 5.000 Besucher, darunter viele Studierende, Freundesgruppen und Musikfans aus ganz Schleswig-Holstein, strömten an drei Tagen zu einem Line-up, das von Indie-Helden bis zu aufregenden Newcomern und treibenden DJ-Sets reichte. Lange hieß es, das Funhouse 2025 sei die letzte Ausgabe, was dem Wochenende schon im Vorfeld eine besondere Stimmung gab. Am Samstag dann die große Wendung: Das Festival wird auch 2026 weitergehen!
Neben zwei großen Stages, einem DJ-Zelt und der geheimnisvollen Secret Stage bot das Festival ein buntes Rahmenprogramm. Streetfood-Stände sorgten für kulinarische Vielfalt, Walking-Acts mischten sich unter das Publikum, und der Karaoke-Bus von Delta Radio wurde schnell zum Geheimfavoriten. Ob „Angels“ von Robbie Williams oder „Unwritten“ von Natasha Bedingfield– hier wärmte sich die Crowd zwischen den Acts auf und schickte sich selbst als kleine Stars auf die Bühne.
Freitag: Lokale Helden und Indie-Größen
Der Freitag begann mit einem familiären Gefühl: Tobias und die Berliner Crew PA69 lockten die ersten Fans vor die Mainstage und sorgten mit frechen Texten und Energie für breite Grinsen. Raum27 brachten anschließend ihr hymnisches „… Oft Gesagt“ und ließen die ersten Arme in den Himmel schnellen, bevor Zsá Zsá mit rohem Hyperrap das Tempo wieder anzog. Als letzte Band des Tages zündeten die Leoniden ein Heimspiel der Extraklasse: Kiel feierte „L.O.V.E.“ und „Dice“ lauthals mit, die Moshpits wurden größer, Bierbecher flogen, und spätestens als Frontmann Jakob Amr ins Publikum sprang, war klar: besser hätte der erste Tag nicht enden können. Parallel heizte Techno DJ Paraçek im DJ-Zelt bis spät in die Nacht ein.
Samstag: Newcomer-Power und große Neuigkeiten
Der Samstag gehörte der jungen Generation: Filow brachte die Menge mit „Jiggy“ direkt zum Tanzen, Ritter Lean lieferte treibende Beats mit ernsten Untertönen, und Rowli überzeugte mit smarter Lässigkeit. Pako Peng mischte Rap und Pop-Elemente und verwandelte die Newcomer Stage in eine Tanzfläche. Ein besonderer Höhepunkt: Chapo102, der mit unbändiger Energie und seiner lässigen Art für Stimmung sorgte.
Kurz vor seinem Auftritt betrat Festivalmacher und DJ Beauty & The Beats die Bühne. Er bedankte sich für die treue Unterstützung und verkündete die freudige Nachricht: Das Funhouse wird fortgeführt und findet auch 2026 statt! Die Reaktion? Lauter Jubel, die Freude war zu spüren! Zum Abschluss lieferte er selbst einen wilden Mix aus Trashpop und Clubbanger, zu dem die Menge tanzte.
Sonntag: Das Finale beim Funhouse Festival 2025
Am Sonntag zeigte das Funhouse Festival noch einmal seine Vielseitigkeit. Filly eröffnete mit experimentellem Hyperpop, Vicky, die in nur kurzer Zeit über Social Media bekannt wurde, sorgte mit „FKK“ und anderen Songs ihrer EP „Wann Album?“ für lautstarkes Mitsingen, und Friso schickte das Publikum mit melodischem Rap in die Dämmerung. Während hinter der Bühne die Sonne spektakulär unterging, wurde vor der Bühne weiter getanzt, gelacht und gefeiert – bis alle mit müden Beinen, aber strahlenden Gesichtern das Nordmarksportfeld verließen.
Das Funhouse Festival 2025 war mehr als nur Musik: Es war ein Beweis dafür, wie sehr Kiel nach Events dieser Art hungert. Besonders die Studierenden machten das Gelände zu einem vibrierenden Treffpunkt. Mit der Rettung fürs nächste Jahr darf man sich jetzt schon sicher sein: Dieses Kapitel ist längst nicht abgeschlossen.






























