
Emma Elisabeth: Under The Sun – Song des Tages
14. September 2025
Szczepan Twardoch: Die Nulllinie
14. September 2025Mit „Ooh-Ooh“-Fanchören eine zweite Zugabe erzwungen: Die australische Indie-Rock-Band Floodlights und die Hamburger Fans berauschen sich gegenseitig.
Text von Gérard Otremba, Fotos von Sarah Ismail
Mit „Underneath“ haben Floodlights eines der besten Alben des Jahres veröffentlicht. Jedenfalls landete die dritte Platte der australischen Band in meiner Halbzeitbilanz 2025 auf einem hervorragenden 6. Platz. Um die neuen Songs auch dem deutschen Publikum vorzustellen, gastierte das Quintett aus Melbourne auf einer u.a. von Sounds & Books präsentierten Tour in Berlin, Köln und am 13.09.2025 im sehr gut besuchten Hamburger Molotow. In gute Stimmung versetzt vom arty Indie-Rock des britischen Supports Blue Bendy – das Sextett spielte leider auf einer so gut wie völlig dunklen Bühne – erlebten die Fans intensive
70 Floodlights-Minuten.
Floodlights wie man sich Arcade Fire wieder wünscht
Im Prinzip klingen Louis Parsons (Gesang, Gitarre), Ashlee Kehoe (Gitarre, Harmonika, Backing Vocals), Sarah Hellyer (Keyboard, Trompete, Backing Vocals), Joe Draffen (Bass) und Archie Shannon (Schlagzeug) fast so, wie man sich manchmal Arcade Fire wieder wünscht. Indie-Rock mit hymnischen Zügen und Songs mit Erweckungs- und Überwältigungscharakter. Dementsprechend fühlte sich das Hamburger Floodlights-Konzert wie ein einziger Rausch an. Getragen von Parsons‘ toller Baritonstimme und mächtigen, aber gut austarierten Bandsound schmiss sich die Gruppe voller Verve in „Alive (I Want To Feel)“ ließ wie auf den dem aktuellen Album „Cloud Away“ folgen, einer von vielen unwiderstehlichen wie eingängigen Floodlights-Songs, die in einer besseren Welt überall zu Hits geworden wären und in denen sich Sarah Hellyer mit ihrer Vokalleistung in den Vordergrund singt.




