Family Of The Year: Family Of The Year – Album Review

Family Of The Year: Family Of The Year – Album Review

Wohlfühl-Folk-Pop mit hymnischen Rock-Ausflügen

von Gérard Otremba

Mit ihrem Smash-Hit „Hero“ hat die kalifornische Indie-Formation Family Of The Year im Jahre 2013 mal schnell die Charts erobert und sich nachhaltig bei einem großen Publikum ins Bewusstsein gespielt. Ganze 35 Wochen blieb der hymnische wie zarte Folk-Pop-Song der in Los Angeles lebenden Band in den deutschen Single-Charts, Platz 7 blieb als höchste Position notiert. Insgesamt mehr als 300 000 verkaufte Exemplare fanden ihre Abnehmer, was zu einem Doppel-Platin-Status führte. Das dritte, selbstbetitelte Album nahmen Family Of The Year in Berlin auf, wo sie in den Tritonus Studios noch ein analoges Equipment fanden, das laut Sänger Joseph Keefe für den „volleren Klang“ des neuen Albums verantwortlich zeichnet. Zusammen mit seinem Schlagzeug spielenden Bruder Sebastian, der Keyboarderin Christina Schroeter und Gitarrist James Buckey entstanden zehn Wohlfühl-Indie-Pop-Songs, die widerholt nach dem Mainstream schielen.

„Make You Mine“, die aktuelle Single, und gleichzeitig Opener von Family Of The Year, dient beispielhaft für den Hang der Band zu harmonischen und jederzeit radiotauglichen Melodien. Der fluffige und beschwingte Chorus fängt den Hörer sofort ein, mit „Make You Mine“ zum Frühstück kann der Tag nur gut verlaufen. Dass das Quartett auch rocken kann, beweist es mit „Facepaint“ und dem Finale furioso in „Carry Me“, das ganz sanft mit West-Coast-Folk-Pop beginnt, bevor die E-Gitarren die Macht an sich reißen und in opulente Hymnik überführen, eine Vorgang, der auch den darauffolgenden Stücken „We Need Love“ und „May I Miss You“ eigen ist. In soliden, zwischen Power-Pop, Folk und Rock changierenden Fahrwassern bewegen sich die anschließenden Songs, bevor Family Of The Year mit dem zärtlichen, intimen, verträumten und traurigen „Hey Kid“ zum Albumabschluss noch ein schönes Highlight setzen.

„Family Of The Year“ von Family Of The Year ist am 07.08.2015 bei Island / Universal erschienen.

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