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12. Dezember 2025Im Interview sprechen False Lefty über ihren minimalistischen Ansatz, den Wert von Unperfektion und ihre Idee von Musik als echte Kunstform.
Interview von Mia Lada-Klein
Am 28. November haben False Lefty ihr Debütalbum „Time Will Tell“ veröffentlicht und das genau so, wie sie es wollen: pur, reduziert und unverstellt. Gitarre, drei Trommeln, Gesang, denn mehr braucht es nicht, um zu fesseln. Kein riesiges Equipment, kein Bombast, kein Glitzer, sondern nur Musik, die berührt, Kunst, die nachhallt und Texte, die zum Nachdenken anregen. Die Band verzichtet bewusst auf überladene Bühnenauftritte und setzt stattdessen auf Authentizität, Menschlichkeit und das Unperfekte, eben genau die Elemente, die im Zeitalter von KI und Hochglanzproduktionen immer seltener werden.
Im Gespräch mit Tom und Veva geht es darum, wie sie mit ihrem minimalistischen Ansatz Musik als Kunstform verstehen und dabei bewusst auch Fehler zulassen, um ihren eigenen Weg zu finden. False Lefty zeigen, dass Musik nicht aus Bombast oder Showeffekten besteht, sondern aus Songs, die berühren und im Gedächtnis bleiben und das ganz ohne sich anzubiedern.
Euer Debütalbum erscheint nun, es steht jetzt in den Startlöchern. Seid ihr aufgeregt? Spürt ihr Druck, wie das Album bei den Leuten ankommt, oder ist es eher so, dass ihr denkt: „Es ist jetzt im Kasten, wir haben es nicht mehr in der Hand“?
False Lefty: Genau so. Wir können jetzt nichts mehr ändern. Wir sind froh, dass wir jetzt Interviews haben und die Promophase am
Laufen ist und merken, dass Interesse geweckt wurde. Die drei Singles, die wir veröffentlicht haben und die Festivalauftritte haben das schon ein bisschen bestätigt. Jetzt ist es sowieso zu spät, noch etwas zu ändern.
Trotzdem ist man aufgeregt, oder? Es ist ja schließlich ein Debütalbum. Außerdem ist es ein sehr persönliches Album. Zumindest eigentlich. Ihr habt ja auch erwähnt, dass ihr euren Texten gerne etwas mehr Raum für Interpretation lasst, um euch selbst zu schützen. Ist das ein bewusster Schritt?
False Lefty: Das passiert automatisch. Es ist nicht etwas, das wir forcieren. Wir haben auch festgestellt, dass wir unsere Texte nach einem Jahr oft ganz anders hören als beim Schreiben. Die Ideen sind auf eine Art verpackt, die wir damals selbst gar nicht so wahrgenommen haben. Manchmal denkt man beim Schreiben, dass die Texte nur aus Fragmenten bestehen. Ein Jahr später schaut man zurück und erkennt plötzlich eine Bedeutung, die man damals nicht gesehen ha…




