Eliza Shaddad: Future – Albumreview

Eliza Shaddad: Future – Albumreview

Indie-Melodic-Pop von Eliza Shaddad, magische Momente inklusive

Zwar ist Future ihr Debütalbum, doch als Gastsängerin auf „New Eyes“, dem Erfolgsalbum von Clean Bandit, trat Eliza Shaddad bereits erstmals im Jahr 2014 ins Rampenlicht. Clean Bandit-Sänger Jack Patterson war es auch, der Shaddad als Straßenmusikerin im Londoner Stadtteil Shoreditch entdeckte. Zwei eigene EPs folgten – Waters im selben Jahr sowie Run 2016 – bevor sich die Songwriterin an die Arbeit ihres Debüts setzte. Eliza Shaddads Texte auf Future sind geprägt von einer Beziehungstrennung. „Es wirklich keinen Grund zu gehen, mein Freund war super nett – aber ich wusste, dass er nicht der Richtige ist“, erklärt die studierte Philosophin Shaddad die Ausgangslage der Songs auf Future.

Eliza Shaddads Dark-Pop erstrahlt im hellen Licht

Eliza Shaddad Future Cover Ferryhouse Productions„Dark-Pop“ nennt die mit schottisch-sudanischen Wurzeln aufgewachsene Shaddad, die aufgrund des Jobs ihrer Mutter für das British Council bereits in Spanien, Nigeria, Polen, der Slowakei und Russland lebte, ihre Musik. Da ist was dran, allerdings strahlt die Dunkelheit ihre Songs häufig im hellen Licht. Dafür sorgt Shaddads klare, wärmende, tröstende und hypnotische Stimme. Düstere Momente, die an The Cure erinnern, offeriert uns Eliza Shaddad in „My Body“, doch spielen lieblich-verhallte Gitarrenlicks im Hintergrund eine nicht minder wichtige Rolle. Jene liebreizenden Jingle-Jangle-Gitarren-Indie-Pop-Klänge dominieren den Opener „White Lines“, bei Sounds & Books bereits als Song des Tages vorgestellt. Die Melodik von „White Lines“ ist hochgradig ansteckend, und ein Brückenschlag zu Fleetwood Mac ist ebenfalls herauszuhören.

Die progressive Seite von Eliza Shaddad

Shaddads Songwriter-Indie-Pop changiert zwischen nachdenklich-verträumt-traurig und gelegentlichen pathetischen Ausbrüchen. Mit ihrem Produzenten Chris Bond hat die Londoner Musikerin einen jederzeit angenehmen Sound entwickelt. Schwer melancholisch in „Slow Down“, hübsch verspielt in „Daydreaming“ und edel-glänzend in „Just Goes To Show“. Ihre progressive Seite zeigt und Eliza Shaddad mit „Your Core“. Die Gitarren gehen wesentlich aggressiver zu Werke, die Drums lauern und explodieren, ein nervöser und an am Ende überbordender Track, der den Ideenreichtum Shaddads beweist. Mit den ruhigen und wunderschönen Songs „The Conclusion“ und „(To Make It Up To You)“ beendet Shaddad ihr mit einigen magischen Momenten gesegnetes Debütalbum.

„Future“ von Eliza Shaddad erscheint am 16.11.2018 bei Ferryhouse Productions / Warner Music (Beitragsbild by Mel Tjeong).

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Kommentar schreiben