Eels: Earth To Dora – Albumreview

Eels: Earth To Dora – Albumreview

Ein neues Eels-Album: Immer wieder gut und schön

Mit beständiger regelmäßig liefert Mark Oliver Everett, alias E, als Kopf von Eels seine Alben ab. „Earth To Dora“ heißt das bereits dreizehnte Werk in der 1996 mit „Beautiful Freak“ begonnenen Albumhistorie der amerikanischen Indie-Pop-Rock-Band und folgt auf das auch bei Sounds & Books besprochene „The Deconstruction“ von 2018, das in Deutschland mit Platz 4 die höchste Chartposition erreichte. Gemeinsam mit seinen langjährigen Musikerkollegen Koool G Murder (Kelly Logsdon), The Chet (Jeff Lyster) und P-Boo (Mike Sawitzke) nahm Sänger und Songwriter Everett das Album im bandeigenen Studio Los Feliz in Kalifornien.

Tröstende Eels-Songs

Eels Earth To Dora Cover E Works

Im Everettschen Eels-Universum hat sich nicht viel verändert. Der in seiner Vergangenheit von diversen Schicksalsschlägen heimgesuchte Mark Oliver Everett schreibt immer noch über seine Verletzungen und Schmerzen, lässt sich aber immer noch nicht unterkriegen, steht immer wieder auf und macht weiter, immer weiter. Weshalb seine kurz vor der Corona-Pandemie entstandenen Songs auf „Earth To Dora“ wieder tröstlich und optimistisch klingen. Er hoffe, sie mögen als eine Art Linderung wirken, sagt Everett über seine neuen Lieder. Und was bei „The Deconstruction“ und davor bei „The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett“ funktioniert hat, das gelingt auch den zwölf Songs von „Earth To Dora“. Das Erfreuliche an einem neuen Eels-Album ist ja der Umstand, dass Everett dort auch immer einige seiner schönsten Songs veröffentlicht.

Album-Highlights

Das gilt natürlich für „Earth To Dora“ ebenfalls. Das unfassbar beatleske „Baby, Let’s Make It Real“ gehört zu eben diesen, genauso  wie das ruhige, sehr verspielte und mit sanften Bläsern untermalte „OK“ und das würdevolle „I Got Hurt“. In „The Gentle Souls“ turteln Eels auf ihre unnachahmliche Weise mit dem Baroque-Pop der Sixties, während Balladen wie „Who You Say You Are“ und „Dark and Dramatic“ mit ihrer Melancholie berühren. Der Titeltrack gehört als weiteres Highlight wiederum zu den lässigsten und edelsten Songs in der Eels-Karriere. Und wenn Mark Oliver Everett weiterhin so schöne Songs komponiert, muss sich im Eels-Kosmos auch zukünftig nicht viel ändern.

„Earth To Dora“ von Eels erscheint am 30.10.2020 bei E Works / PIAS. (Beitragsbild von Gus Black)

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