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5. Januar 2026Dry Cleaning klingen wie eine schräge Mischung aus Tanita Tikaram, Björk und The Velvet Underground. Sperrig, klug, eigenwillig und gerade deshalb erfrischend gut.
von Mia Lada-Klein
Die Londoner Post-Punk-Band Dry Cleaning gehört zu diesen Acts, bei denen man sich fragt, warum sie eigentlich noch als Geheimtipp gelten. Vielleicht, weil sie sich konsequent weigern, irgendwem gefallen zu wollen. Vielleicht, weil ihre Musik keine schnelle Umarmung ist, sondern eher ein leicht irritierter Blickkontakt. Oder vielleicht, weil Post Punk mit Spoken Word auch 2026 noch kein Massensport ist. Ein Jammer ist es trotzdem. Mit ihrem neuen Album „Secret Love“ könnte sich das aber ändern. Könnte. Muss aber nicht. Dry Cleaning würden vermutlich auch ohne
großen Durchbruch sehr gut schlafen.
Spoken Words statt Wohlfühlmelodie bei Dry Cleaning
„Hit My Head All Day“ eröffnet das Album und macht sofort deutlich, dass hier nach wie vor niemand vorhat, klassisch zu singen. Florence Shaw spricht, erzählt, deklamiert. Gesang im herkömmlichen Sinne wird sparsam eingesetzt. Stimmlich liegt der Vergleich mit Tanita Tikaram nahe, zumindest was die dunkle Färbung angeht, stilistisch bewegt sich Florence Shaw aber klar im Spoken Word. Ihre Stimme legt sich über die Musik, nicht hinei…





