Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen: Gschichterln aus dem Park Café

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen: Gschichterln aus dem Park Café

Die Hamburger Band Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen überzeugt auch mit dem sechsten Studioalbum „Gschichterln aus dem Park Café“

Und dann haben sie es doch geschafft. In die deutschen Charts. Mit ihrem vierten, von uns an dieser Stelle rezensierten Album „It’s OK To Love DLDGG“ gelang 2017 endlich der Sprung in die Top-100. Der verdiente Lohn langjähriger Arbeit, der mit dem zwei Jahre später veröffentlichten „Fuck Dance, Let’s Art“ und Platz 48 sogar noch getoppt worden ist. Und es gibt keinen Grund, weshalb der Höhenflug der Hamburger Band um Frontmann Carsten Friedrichs, der gemeinsam mit Bassist Tim Jürgens einst mit Superpunk bereits Hamburger Musikgeschichte schrieb, nicht einfach so weitergehen sollte. Im Gegenteil, bietet doch das Quintett, zu dem noch Gunther Buskies an den Tasten, Fabio Papais an der Gitarre sowie Schlagzeuger Heiko Franz angehören, auf „Gschichterln aus dem Park Café“ zwölf gewichtige Gründe, den eingeschlagenen Erfolgsweg fortzusetzen und mit seinem Mix aus Northern Soul, Beat, Ska und Garage-Pop noch mehr Menschen näher zu bringen.

Die charmante Seite von Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen Gschichterln aus dem Park Café Cover Tapete Records

Man könnte nun meinen, ach, Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen, kennt man ja, passiert doch nichts Neues. Vielleicht nichts wesentlich Neues, aber immer wieder Überraschendes. Und Spaß bringt noch jede neue Liga-Platte. Mit grenzenloser Euphorie holt uns die Liga gleich im Opener „Yo Zwanie!“ ab, einer Verbeugung vor ihrem Ex-Drummer und Produzenten Zwanie Jonson (Christoph Kähler), dessen Studio, das den DLDGG-Mitgliedern als „Clubhaus“ diente, abgerissen worden ist. Den Überschwang des Auftakts bewahrt sich die Liga im bläserinfizierten „Houston, wir haben kein Problem“, bevor sich die Band in dem von uns als Song des Tages vorgestellten „Es ist nett, nett zu sein“ von ihrer charmanten „Schubidu“-Seite zeigt.

Schöne Geschichten, tolle Musik

In „Rebekka will ihr Rad zurück“ flechten die fünf Herren gar ein Chuck-Berry-artiges Rock’n’Roll-Riff ein und das bereits vor einem knappen Jahr als Vinyl-Single veröffentlichte, im Seventies-Disco-Foxtrott schwelgende, gute Laune verbreitende und sehnsüchtige „Ferien für immer“ reißt immer noch mit. Friedrichs Sinn für ironische Texte bricht sich am deutlichsten Bahn in „Männer mit schönen Haaren“, das mit viel Pop-Appeal das Potential zum (Indie-) Hit hat. Das lebensbejahende Flanierstück „Später kommen, früher gehen“ lässt das Herz ebenso höher schlagen wie die Madness-Referenz im Instrumental „Kleines Wochenende“. Viele schöne Geschichten, noch mehr tolle Musik. Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen überzeugt auch mit dem sechsten Studioalbum.

„Gschichterln aus dem Park Café“ von Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen erscheint am 09.07.2021 bei Tapete Records. (Beitragsbild von Heiko Franz)      

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