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3. Februar 2026Alternative Metal für die ganze Familie: Deftones reißen am 01.02.2026 die Barclays Arena ab und gewinnen auch die jungen Fans für sich
Text von Sven Weiss
Ich würde diese Rezension gerne dem unbekannten Pärchen aus Reihe 8 in Block 15 widmen. Als Deftones ihr Meisterwerk „White Pony“ veröffentlichten, waren die beiden wohl allenfalls ein frommer Wunsch in der Lebensplanung ihrer Eltern. Womit sie aber durchaus repräsentativ für das äußerst diverse Publikum stehen, das sich am ersten Februarabend in der Barclays Arena versammelt. Der Anteil sehr junger Fans ist auffallend hoch für eine Band, die nicht mehr weit von ihrem 40. Jubiläum entfernt ist. Der Grund für den überraschenden Popularitätsschub in späten Jahren ist (mal wieder) auf TikTok zu finden. Denn auf der Plattform sorgte die Musik der
Alternative-Veteranen für einen Hype, der eben nun auch jüngere Generationen dem Rock’n’Roll zuführt. Was man ja nur gutheißen kann.
Natürlich sind auch die Bierbauchträger um die 50 vertreten. Der Oberstudienrat, der mit seligem Grinsen zur Musik wippt. Ein paar Damen in mittlerem Alter, deren Outfit man eher bei einem Theaterbesuch erwartet hätte. Deftones anno 2026 – das scheint eine Vergnügung für die ganze Familie zu sein.
Zwei sehr unterschiedliche Support Acts für Deftones
Gleich zwei Support-Acts eröffnen den Abend – die Post-Hardcore-Band Drug Church sowie der Rapper Denzel Curry. Es scheint, als wollten Deftones damit verdeutlichen, wie vielfältig die Wurzeln ihres Sounds sind. Trotz der stilistischen Bandbreite kommen beide sehr gut an. Das Publikum zeigt, dass es zum Feiern hier ist und macht von Anfang an mit.
Dann der Main Act. Als wollten sie die Theorie vom Familienabend mit aller Macht widerlegen, treten die Kalifornier das G…




