Deep Purple: Turning To Crime – Albumreview

Deep Purple: Turning To Crime – Albumreview

Mit “Turning To Crime” veröffentlicht die legendäre britische Rock-Band Deep Purple ihr erstes Cover-Album

Nachdem sich Deep Purple fast zehn Jahre Zeit gelassen haben, schlug das 2013 veröffentlichte Album „Now What?!“ wieder voll ein und erklomm die Spitzenposition der deutschen Charts. Ebendort fanden sich die auch von Sounds & Books rezensierten Nachfolger „Infinite“ (2017) und „Whoosh!“ (2020). Das Feuer war wieder da, auch live – wie beim Auftritt in Hamburg 2017 – gelang dem britischen Quintett eine Machtdemonstration. Auf die Bühnen dieser Welt hätte es Ian Gillan, Roger Glover, Ian Paice, Steve Morse und Don Airey ursprünglich 2020 wieder führen sollen, aber eine, man möchte es wirklich nicht mehr schreiben, aber immer noch viel zu viele Impfverweigerer lassen einem keine Wahl, gewisse Corona-Pandemie machte auch diese Pläne zunichte. Vielleicht klappt es ja 2022 mit dem angesetzten Konzert im Hamburger Stadtpark.

Deep Purple verneigen sich vor den Original-Songs

Deep Purple Turning To Crime Cover earMUSIC

Die konzertfreie Zeit nutzten die Herren, um das erste Cover-Album in der langjährigen Bandgeschichte aufzunehmen. Aber, was heißt schon Cover-Album? Deep Purple covern nicht einfach. Deep Purple vereinnahmen die Vorlagen und lassen sie einerseits wie Deep-Purple-Songs klingen, anderseits verneigen sie sich gleichzeitig vor den Originalen. So könnte das Arrangement von „Let The Good Time Roll“ (Ray Charles & Quincy Jones) zwar auch von Van Morrison stammen, doch die Aggressivität in Gillans Gesang bringt das Purple-typische auf den Punkt. Dem von uns zum Song des Tages gekürten Love-Track „7 And 7 Is“ gönnen die Hardrock-Veteranen einen gewissen hippieesken Freiraum, während „Oh Well“ von Fleetwood Mac mit aller Kraft über uns hinwegfegt.

Zwischen Cream und Bob Dylan

Unbedingt auf der Setlist der nächsten Tour sollte der Cream-Klassiker „White Room“ stehen, den Deep Purple im neuen Psychedelic-Glanz erstrahlen lassen. Gillian, Glover, Paice, Morse und Airey wildern in den 50er- und 60er-Jahren und finden eine wirklich interessante wie weitgefächerte Song-Auswahl von Bob Dylan („Watching The River Flow“), über Mitch Ryder („Jenny Take A Ride!“) bis hin zu The Yardbirds („Shape Of Things“). Und Deep Purple dürfen das alles covern, weil sie es können. Alles andere als ein Verbrechen, dieses Album. Es macht viel zu viel Spaß.

„Turning To Crime“ von Deep Purple erscheint am 26.11.2021 bei earMUSIC / Edel. (Beitragsbild: Pressefoto, earMUSIC)

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