Das Further*Festival 2021 in Hamburg

Das Further*Festival 2021 in Hamburg

Spontan veranstaltet und megagut: Das Further*Festival am 09.10.+10.10.2021 im Hamburger Uebel & Gefährlich

Das Further*Festival 2019 ist noch in guter Erinnerung, dann kam leider die Pandemie. Doch 2G hat jetzt ganz spontan das Further*Festival 2021 möglich gemacht: Die Agentur Buback und das Uebel & Gefährlich haben in Rekordzeit ein starkes Lineup auf die Beine gestellt und die Tickets in den Verkauf gebracht: „2 Tage geballte FLINTA-Power auf den Bühnen“ heißt es in der Ankündigung – und weiter: „Denn (Queer-)Feminimus, Gleichheit und Selbstbestimmung sind uns weiterhin und immer mehr ein Anliegen, gute Musik und tolle Performance natürlich auch“.

Das Further*Festival erreicht das Zielpublikum

Am Samstag war die Crowd zahlreich erschienen, vermutlich hat die Headlinerin Kat Frankie mit ihrer Band die Leute gezogen. Ihre eigene Tour inklusive Hamburg-Gig wurde auf 2022 geschoben, aber beim Further*Festival war sie am Start und hat abgeliefert. Etwas ungewohnt im Schottenlook, dafür aber umso rockiger – das hat so richtig gefetzt und das bunt gemischte Publikum ging ordentlich ab im Ballsaal. Zuvor schon bei Mola aus München in voller Bandbesetzung. Krass-schmutzigen Indie-Rock-Pop mit Elektroeinsprengseln macht die – und ist auf der Bühne eine Performance-Bestie. Vorher hatten bereits Pose Dia mit Elektroklängen und Fuffifufzich die Party angeheizt. Das Further*Festival warb mit dem Slogan „Es wird glamourös und gemütlich, funky und frech!“. Yo, recht haben sie gehabt! Und: Sie haben ihr Zielpublikum erreicht, was bei ähnlich gearteten Veranstaltungen oftmals nicht gelingt.

Das Mikro als Staffelstab

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen starker Frauen, Bands und Instrumente waren nicht vonnöten: DJs gaben den Ton an und starke Stimmen / Performer:innen gaben sich das Mikro quasi als Staffelstab nacheinander in die Hand. Die KRACH+GETÖSE-Preisträgerin Douniah überzeugte mit gefühlvollen R&B- und Soul-Songs – das Publikum lauschte teils andächtig mit geschlossenen Augen. Babyjoy überzeugte auf deutsch und französisch mit toller Gesangsstimme und coolen Rap-Parts – und: wichtigen, deepen Lyrics. Dann kam Layla aus Berlin an die Reihe: Das war ihr erster großer Gig in Hamburg und die Powerfrau hat nicht nur echt gut gesungen, sondern vor allem musikalisch eine extrem große Bandbreite von UK-Garage über Trap bis Soul – und: explizit-funky-freshe Raps, Layla nimmt kein Blatt vor den Mund. Auch die Performance war mega-stabil!

Myss Keta aus Italien hat dann mit Elektro-Beats, anrüchiger Performance und italienischen, sloganhaften Texten für den Abriss gesorgt. Einige ihrer Landsleute waren vor Ort und haben jedes Wort mitgegrölt. Die gingen auch ansonsten steil und wurden in den Auftritt einbezogen. Nissa & Yung von Clic Unit sorgten am DJ-Pult für die passende Pausenbeschallung und die Aftershow, wo noch ordentlich getanzt wurde. Nissa durfte zudem bei Babyjoy und Layla als DJ einspringen.

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