Daniela Krien: Der Brand

Daniela Krien: Der Brand

Weihnachts-Geschenk-Tipps im Adventskalender 2021 bei Sounds & Books. Heute mit dem Roman “Der Brand” von Daniela Krien

Zwei Jahre nach ihrem höchst populären und von Sounds & Books an dieser Stelle rezensierten Roman „Die Liebe im Ernstfall“, hat Daniela Krien bereits das Nachfolge-Werk veröffentlicht. In „Der Brand“ stellt sie das seit gut dreißig Jahren verheiratete und in Dresden lebende Paar Rahel und Peter in den Mittelpunkt. Die Psychologin und der Germanistikprofessor, die zwei erwachsene Kinder großgezogen haben, stecken beide in einer Krise. Rahel fühlt sich von ihrem Mann vernachlässigt und nicht mehr begehrt, Peter versteht die Welt nicht mehr, nachdem er an der Uni dem Gender-Zeitgeist entgegentritt und für einen mittleren Skandal sorgt. Ihr geplanter Urlaub in den Alpen muss aufgrund eines dortigen Brandes umdisponiert werden, es geht nun für drei Wochen auf ein Bauernhof in die Uckermark, wo das distanzierte Miteinander der beiden überaus offensichtlich wird. Ihre Ehe steht, wie das Haus in den Alpen, in Flammen.

Daniela Krien als Meisterin der lakonischen Prosa

Daniela Krien Der Brand Cover Diogenes Verlag

Obwohl für Peter von existentieller Bedeutung, vertieft Daniela Krien die Genderdebatte im Roman nicht weiter, verweist aber in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau nicht ganz zu Unrecht auf einen häufig übersehenen Unterschied („Ich halte das generische Maskulinum für eine sehr angenehme Form, weil sie eben nicht sexualisiert. Das grammatische Geschlecht ist eben unterschiedlich zum Sexus. Es bezeichnet alle Menschen – ob männlich, weiblich oder divers.“) Stattdessen seziert sie das Ehe- und Familienleben ihrer Protagonisten schonungslos, aber eben auch  empathisch. In „Der Brand“ zeigt sich die 46-jährige Autorin als Meisterin der lakonischen Prosa, die ohne ausschweifende Passagen die inneren Kämpfe ihrer Figuren auf den Punkt bringt. Ein ideales Buchgeschenk, nicht nur zur Weihnachtszeit.

„Der Brand“ von Daniela Krien ist für 22 Euro bei Diogenes erschienen. (Beitragsbild von Maurice Haas)

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