Dandan: Fifth Season – Album Review

Anmutiges New-Folk-Album des Augsburger Duos

von Gérard Otremba

Hinter dem Bandnamen Dandan steckt das in Augsburg beheimatete Musikduo Daniel Pain und Danijel Zambo. Bisher waren die beiden mit ihren Soloprojekten beschäftigt, für das gemeinsame Album Fifth Season bündelten sie ihre Kräfte, um ein ganz wunderbares New-Folk-Album aufzunehmen. Mit sanften Gitarren begrüßt uns der Opener „Travelling Soul“, sehr bedächtiger, aber ganz und gar bewegender Singer-Songwriter-Folk. In „Weatherman“ verstärkt der zweistimme Chorus die einsame, verlorene fast düstere Atmosphäre des Songs. „Kind Of Love“ changiert zwischen archaischem Blues-Folk und zurückhaltendem Roots-Rock, während „Fools“ den White-Stripes-Rock adaptiert und mit viel Soul und Pop-Appeal überhäuft.

Ungemein verspielt und an die „Quiet is the new loud“-Bands erinnert „Mr. Morso“, und das Einsamkeits-Motiv kehrt im eindrucksvollen „A Fire Within“ mittels eines entrückten Slide-Gitarrenspiels wieder zurück. „Good Morning Sun“ evoziert dann endgültig die Kings Of Convenience, die ihrerseits von Simon & Garfunkel beeinflusst waren. Allerschönsten Indie-Folk-Pop mit der Tendenz zum Dream-Trance-Pop bieten uns Dandan mit „Beachhouse“ und das anschließende „Heavy Rain“ erweist sich als die Quintessenz der beiden vorangestellten Songs, hier treffen die Kings Of Convenience auf Beck und America. Herzallerliebst schön und romantisch. Sehr innig und umarmend, mit einem „Girl From Ipanema“-Gitarrenmotiv versehen, dann das zarte „Beautiful Day (Lavender)“, bevor Fifth Season mit dem Hippie-Psychedelic-New-Wave-Folk-Pop von „All The Same“ endet. Sehnsüchtig, traurig und anmutig. Dieser fünften Jahreszeit geben wir uns gerne hin.

Mehr Infos zu Dandan online unter: http://dandan1.bandcamp.com/releases und https://www.facebook.com/DANDANSeason?fref=ts

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