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6. September 2025Die Dream-Lo-Fi-Indie-Rock Band Cryogeyser aus Los Angeles machte auf ihrem ersten Deutschland-Trip Halt in Hamburg
Text von Gérard Otremba, Fotos von Laurina Luckner
Erste Headliner-Shows für Cryogeyser in Deutschland. Nach dem Konzert am Vortag im Kölner MTC, trat das amerikanische Trio auf der u.a. von Sounds &b Books präsentierten Tour am 05.09.2025 im Turmzimmer des Hamburger Uebel & Gefährlich auf. Die Band aus Los Angeles, bestehend aus Sängerin und Gitarristin Shawn Marom, Bassist Samson Klitsner und Drummer Zach Capitt Fenton, live von Schlagzeugerin Grace Ingram ersetzt, hat im Februar dieses Jahres das selbstbetitelte neue Album veröffentlicht, ihr drittes nach „Glitch“ (2019) und „Love Is Land“ (2020).
Thsistle. als Cryogeyser-Support
Bevor Cryogeyser jedoch die Turmzimmer-Bühne betraten, spielten Thistle. ihren Support-Gig. Der drohte ein sehr kurzer zu werden. Mehr als ein lautest Gitarren-Feedback war nicht zu vernehmen und da der Techniker um 20 Uhr noch nicht auf seinem Platz war, verabschiedete sich das britische Trio erstmal wieder. Erschien dann aber eine Viertelstunde später wieder und schepperte sich durch ein waghalsiges Programm aus Punk, Post-Punk, Shoegaze und Indie-Rock. Mal gnadenlos schnell und lärmig, mal betont melodiös.
Songs zum versinken in Abendträumen
Melodiös ging es anschließend trotz einiger Soundprobleme auch bei Cryogeyser zu. Hochkonzentriert, fast stoisch präsentierte das kalifornische Trio seine Melange aus Dream-, Lo-Fi- und Indie-Rock mit einer Portion Grunge. Gitarre und Gesang häufig mit reichlich Hall unterlegt, die Texte eher weniger zu verstehen. Stimmig war das alles trotzdem und Songs vom aktuellen Album wie „Mountain“ und „Fortress“ zu Beginn und später „Blew It“, „Blue Light“, „Stargirl“ oder „Sorry“ besaßen auch live die Lizenz des Rausches. Ältere Stücke wie „Marie“, „Angry“, „Too Much“ und „Leach“ wiederum dienten zum Versinken in eigenen Abendträumen. Klar, mit noch nicht mal einer Stunde natürlich ein eigentlich viel zu kurzes Konzert, aber die meisten Cryogeyser-Songs sind kaum länger als drei Minuten. Und eine gewisse Fanbase hat sich auch schon in Hamburg entwickelt, um einen angemessenen Publikumsrahmen im Turmzimmer zu gewährleisten. Es wird nicht der letzte Cryogeyser-Auftritt in Hamburg gewesen sein. Die Premiere ist schon mal gelungen.

















