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24. Februar 2026Crooked Fingers sparen sich auf „Swet Deth“ jede Form von Eskalation und liefern stattdessen ruhige Songs für alle, die lieber nachdenken als ausrasten.
von Mia Lada-Klein
Nach längerer Funkstille kehrt Crooked Fingers zurück. Der langjährige Projektname von Eric Bachmann, unter dem er zwischen 1998 und 2016 seine eigenwilligen Klangwelten veröffentlichte, meldet sich mit dem neuen Album „Swet Deth“ zurück. Es ist das erste Lebenszeichen seit „Breaks In The Armor“ aus dem Jahr 2011. Große Gesten sucht man hier aber vergeblich. Stattdessen gibt es kontrollierte Melancholie, dezente Abgründe und Songs, die sich langsam entfalten.
„Cold Waves“ eröffnet das Album mit einem zurückhaltenden, leicht
rockigen Ansatz und einem kaum merklichen Country-Einschlag. Alles wirkt zunächst vorsichtig, beinahe tastend. Diese stille Grundhaltung setzt sich auch in „From All Ways“ fort. Inhaltlich geht es um Manipulation, Selbsttäuschung und das trügerische Gefühl, jemanden vollständig durchschaut zu haben. Psychischer Druck und der Versuch, sich aus einem toxischen Gedankengeflecht zu lösen, stehen im Zentrum. Musikalisch sorgt ein E-Gitarrensolo in der Mitte für einen angenehmen Kontrast zur dominierenden Akustikgitarre der Strophen.





