Am 06. November 2025 erfüllte der britische Singer-Songwriter Calum Scott die Hamburger Barclays Arena mit einer Flutwelle von Emotionen
Text von Johanna Karajan, Fotos von Lucie Fischer
Im Rahmen seiner „The Aurevoir Tour“ anlässlich seines neuen Albums tritt der Popsänger Calum Scott in insgesamt 61 Städten auf. Dennoch zog es an diesem frühlingshaften Herbsttag viele Vollblutfans von außerhalb nach Hamburg, um ihn in der Barclays Arena live zu erleben. Schon bevor es um 21 Uhr, fast zwei Stunden nach Showbeginn, mit dem Hauptact losging und er nach seinen beiden Support-Acts die Bühne betrat, ertönte die überwältigende Arena in Jubel und Beifall. Kein Wunder, dass noch bevor seine sechsköpfige Band auf der Bühne war und zu spielen anfing, der ganze Saal sich von seinen Sitzplätzen erhob, tanzte und feierte in entsprechend bunter und greller Farbpracht als Bühnenbild. Doch auch Calum Scott sorgte direkt zu Beginn mit seiner starken und tiefgründigen Stimme für diesen explosiven Wow-Moment. Die Band hatte nicht nur voll aufgedreht, sondern auch Scott hatte u.a. „Roots“ und „At Your Worst“ mit voller Power gesungen.
Die emotionale Achterbahn mit Calum Scott
„Ich werde euch auf eine emotionale Achterbahn mitnehmen“, kündigte der Künstler seinem breiten, bunten Publikum an. „Ich werde euch zum Weinen bringen, ich werde euch zum Lachen bringen, ich werde euch noch mehr zum Weinen bringen, ich werde euch noch mehr zum Lachen bringen.“ Und das hat er ohne Zweifel. Scott hatte sich selbst als sensibel bekannt. Er zeigte aber auch sehr viel Publikumsnähe insbesondere seinen Hamburger Fans: So sprach der gebürtige Engländer sehr viel deutsch und benutzte Ausdrücke wie „Moin“, „Hummel Hummel“ (worauf es aus der Arena kollektiv „Mors Mors“ hallte). Für das große Finale bei der Zugabe improvisierte der Sänger und integrierte Hamburg in seinen Songtext beim Lied „You Are The Reason“. Für diesen Song kam er nach vorne und es wurde sogar ein Konfettiregen geschossen.
Intime Geschichten von Calum Scott
Calum Scott teilte an diesem Abend auch viele intime Geschichten zu seinen Songs. So erzählte er, wie gerne er selbst Vater werden möchte, da Scott selbst als Kind keinen Vater gehabt hat und es besser machen will für die nächste Generation. Das Lied „Mad“ widmete der Sänger, der vor allem für seine schönen Balladen geliebt wird, seinem zukünftigen Sohn. Beim Song „No Matter What“ verriet er auch, dass seine Mutter, für die er den Song als Wertschätzung geschrieben hatte, auch auf seinem Konzert in der Barclays Arena sei. „Mom, ich weiß nicht, wo du bist, aber ich liebe dich“. Wertschätzung hatte der Sänger, der einen positiven Wandel auf der Welt herbeiführen möchte und mit seinen Songs erreichen will, dass jeder sich gesehen, gehört und repräsentiert fühlt, für sein Publikum. Er wisse, wie harte Arbeit sich anfühle, da sein erster Job im Supermarkt gewesen war und er bei dieser Arbeit immer von diesem Moment als Sänger geträumt habe.
Hanna Rautzenberg und Lusaint als Support
Supportet wurde Calum Scott von Hanna Rautzenberg. Die junge Pop-Folk-Sängerin und Songschreiberin aus Leipzig hatte selbst auf der Gitarre eine für eine geladene Stimmung gleich zu Beginn gesorgt. Sie erzählt mit ihre tiefgehenden Liedern Geschichten, die ihr Leben schreibt. Nächstes Jahr wird ihre Tour beginnen Tour und Sounds & Books hatte darüber berichtet – seid gespannt auf mehr. Weiterhin wurde Scott von seiner Landsfrau Lusaint (bürgerlich Lucy Hopkins) unterstützt. Die Soul-Sängerin stand mit ihrer eindrucksvollen Stimme der legendären Amy Winehouse in nichts nach. Sie war zwischen Rautzenberg und dem Hauptact Scott mit ihrem Gitarristen zwar schlicht, aber nicht weniger explosiv auf der Bühne.




















