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22. Dezember 2025Die Bücher des Jahres 2025 bei Sounds & Books. U.a. mit Ian McEwan, Andreas Maier, Franzobel und Dorothee Elmiger
ausgewählt von Gérard Otremba
Es gibt Schriftsteller, die es mit ihren Romanen immer wieder in meine Endjahresliste schaffen. Namen wie Ian McEwan, Andreas Maier, Franzobel, Szczepan Twardooch oder auch Percival Everett sind fast immer gesetzt. Dieses Jahr gab es von allen diesen Autoren wieder neue Bücher und alle gut genug, um sie am Jahresende nochmal kurz zu würdigen. Ich wünsche viel Vergnügen mit der Liste der
Bücher des Jahres 2025
1. Ian McEwan: Was wir wissen können
Es gibt einige superber Romane von Ian McEwan, ob „Abbitte“, „Saturday“, „Solar“, „Kindeswohl“, oder „Lektionen“. Das erneut bei Diogenes veröffentlichte „Was wir wissen können“ reiht sich in die Liste seiner besten Bücher und führt meine Liste der Bücher des Jahres 2025 an. Aus der Zukunft rechnet der britische Schriftsteller mit der Gegenwart ab, feiert die Dichtkunst, mahnt und schreibt mal wieder literaturnobelpreisverdächtig. Ein würdiger Platz 1.
Wenn Andreas Maier mit der Ortsumgehung fertig ist, also mit dem nächsten Band, verleihe ich ihm einen Sounds-&-Books-Sonderpreis. Seine autofiktionalen Erinnerungsromane aus der Wetterau gehören seit Jahren zum Besten, was die deutsche Literatur zu bieten hat. So auch der wie gewohnt bei Suhrkamp erschienene Roman „Der Teufel“, in dem Maier Revue passieren lässt, von den 70ern bis in die 90er. Fabelhaft.
3. Franzobel: Hundert Wörter für Schnee
Franzobel auf den Spuren des Polarforschers Robert Edwin Peary. Erneut ein prachtvoller, bei Zsolnay herausgebrachte Roman mit subversivem Humor des österreichischen Schriftstellers, der historische Außenseiterstoffe in ein buntes literarisches Panoptikum verwandelt.
4. Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen
Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2025 mit ihrem im Konjuktiv verfassten Roman über eine Schriftstellerin, die als Protokollantin für die Expedition eines Theatermachers im Dschungel das Unheimliche erfährt. Faszinierend, verstörend und verblüffend. Nach 20 Jahren auch wieder ein Deutscher Buchpreis für den Hanser-Verlag.
5 Szczepan Twardoch: Die Nulllinie
Der polnische Star-Autor zieht in den Ukraine-Krieg. Das Ergebnis in Romanform ist so bedrückend-beklemmend wie der von diesem bekackten Präsidenten Russlands angezettelte, Europa bedrohende Krieg selbst. Twardoch, der in Deutschland bei Rowohlt Berlin veröffentlicht, bleibt einer meiner zeitgenössischen Lieblingsschriftsteller.
6. Tammy Armstrong: Pearly Everlasting
Es ist ja nicht nur meine Affinität für Bären, die mich dazu gebracht hat, diesen vor fast einhundert Jahren in den kanadischen Wäldern angesiedelten Roman für die Liste der Bücher des Jahres 2025 auszuwählen. Armstrong kann einfach sehr gut erzählen und mit Pearly Everlasting hat sie eine liebenswerte Figur erschaffen, die jedes Herz erobern sollte.
7. Christiane Neudecker: Die Welt wartet
Zwar schon 2024 bei Luchterhand erschienen, von mir aber erst dieses Jahr gelesen. Unheimliche Geschichten mit tollen, unkonventionellen und originellen Ideen der Berliner Autorin. Unbedingt empfehlenswert.
8. Chris Kraus: Die Sonne und die Mond
Zwei beste Freundinnen, die sich einst entzweiten und nun wiederbegegnen. Ein praller, im Bestattungsmilieu spielender, aber das Leben feiernder Roman von Chris Kraus. Ein großes Lesevergnügen.
Ein neuer Percival-Everett-Roman scheint bei mit gesetzt zu sein seit „Die Bäume“ (2023) und „James“ (2024). Diesmal eine Persiflage auf Agentenromane und ein Buch über das Nichts. Von Everett perfekt in Szene gesetzt.
10. Sebastian Haffner: Abschied
Mit „Abschied“ von Sebastian Haffner beende ich die Liste der Bücher des Jahres 2025 bei Sounds & Books. 1932 verfasst, im Nachlass entdeckt und endlich zur Veröffentlichung freigegeben. Und mit diesem im Paris der frühen 30er spielenden Abschiedsroman schenkt der Hanser-Verlag der deutschen Literatur ein neues Kleinod.




