Buck Meek: Two Saviors – Albumreview

Buck Meek: Two Saviors – Albumreview

Big-Thief-Gitarrist Buck Meek bereichert mit seinem zweiten Solo-Album das Americana-Genre

Schon bevor er als Gitarrist mit seiner Band Big Thief das erste Album „Masterpiece“ (2016) veröffentlichte, brachte Buck Meek zwei Solo-EPs („Live From A Volcano“ und „Heart Was Beat“) heraus. 2018 folgte dann das selbstbetitelte Debütalbum und mit seiner angestammten Band die auch von Sounds & Books rezensierten Longplayer „Capacity“ (2017 sowie „U.F.O.F.“ und „Two Hands“ (beide 2019). Mit diesen Alben mischte seine Band mit Sängerin Adrianne Lenker als Frontfrau, die ebenfalls auf Solopfaden unterwegs ist, das Indie-Folk-Rock-Genre gehörig auf und gehört spätestens seit dem Doppelschlag von vor zwei Jahren zu den absoluten Favoriten, ganz genreunabhängig.

Im heißen Sommer von New Orleans

Buck Meek Two Saviors Cover Keeled Scales

Dass er sich als Solist nicht verstecken muss, deutete der kurze Erstling an. Buck Meek nimmt den dessen Faden auf und zeigt sich auf „Two Saviors“ etwas zugänglicher, ohne jedoch von seiner Kompromisslosigkeit abzurücken. Wie bereits auf dem Debüt waren Adrian Brisbin (Gitarre, Vocals), Matt Davidson (Bass, Pedal Steel, Fiddle, Vocals), Austin Vaughn (Schlagzeug) und Bruder Dylan Meek (Piano, Orgel, Vocals) die Mitmusiker. Produziert wurde es von Andrew Sarlo, der bereits die Aufnahmen sämtlicher Big-Thief-Platten verantwortete. Die in New Orleans während der heißesten Zeit des Sommers aufgenommenen elf neuen Songs für „Two Saviors“ wirken kompakter, leisten sich aber auch mal einen herrlich störrischen Momente wie die kurzen Gitarrenausbrüche in „Ham On White“.

Die Highlights des neuen Buck-Meek-Albums

Indie-Folk-Rock und Alternative-Country gehen auf „Two Saviors“ eine verschworene Gemeinschaft ein. Der Bogen von den „Basement Tapes“ Dylans & The Band samt Donovan-Einschlag hin zu The Low Anthem funktioniert prächtig. Melodisches und Brüchiges finden einen gemeinsamen Weg. Zu den Highlights des Albums gehören das hymnische „Cannonball! Pt.2“, der verträumte Auftakt mit „Pareidolia“, das vorwärtsstolpernde „Second Sight“, der zärtliche Titeltrack „Two Saviors“, das herzerwärmende „Candle“ sowie das bereits erwähnte „Ham On White“. Facettenreiche Americana-Musik. Buck Meek zeigt, wie sie funktioniert.

„Two Saviors“ von Buck Meek ist am 15.01.2021 bei Keeld Scales / Cargo Music erschienen. (Beitragsbild von Josh Goleman)  

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