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8. Juni 2026Die Hamburger Songwriterin Brockhoff spricht mit Sounds & Book über Ihr Debüt-Album „Easy Peeler„
Interview von Ullrich Maurer
Lina Brockhoff – mit Projektnamen als Brockhoff – hat am 05.06.2026 ihr Debüt-Album „Easy Peeler“ veröffentlicht. Dabei ist Brockhoff aber keineswegs neu im Geschäft. Bereits 2020 wagte sie sich mit ersten eigenen Songs an die Öffentlichkeit – damals noch als klassische Singer/Songwriterin. So richtig in Schwung kam die Sache aber erst, als sie ca. 2023 das Projekt Brockhoff in Angriff nahm und sich seither als wagemutige Verfechterin eines eher rauen Indie-Pop-Sounds im Rock-Modus präsentiert. Seither ist die Hamburgerin als Live-Musikerin (etwa bei allen relevanten Festivals) kaum noch wegzudenken, machte auch als Recording-Artist mit Single-Veröffentlichungen und den beiden EPs „Sharks“ und „I’ve Stopped Getting Chills For A While“ von sich reden und überraschte gar damit, dass sie sich mit ihren Kolleginnen Katja Seiffert (Blush Always) und Philine Sonny zusammen tat um gemeinsam an Songs zu werkeln.
In dieser Zeit fand eine stete musikalische Weiterentwicklung statt, mit der sich Brockhoff langsam an jenen Sound heranarbeitete, der nun auf dem von Christian Hartung produzierten, live im Studio eingespielten Album „Easy Peeler“ zu hören ist. Die lange Vorbereitungszeit führte dazu, dass Brockhoff sich so einen großen Fundus an Songs zusammenstellen konnte, aus dem die besten nun auf dem Debüt-Album zu hören sind.
Brockhoff und die Beziehung zur Musik
Auf dem Album „Easy Peeler“ findet sich nun sozusagen ja der Titeltrack der EP „I’ve Stopped Getting Chills For A While Now“, der darauf gar nicht enthalten war. Kannst Du uns vielleicht erzählen, worum es bei diesem Stück dann geht?
Brockhoff: Das ist einer der Songs, die ich schon vor längerer Zeit geschrieben habe. Dabei geht es eher um eine persönliche Geschichte aus meinem Leben, die zu diesem Zeitpunkt, also 2020, stattgefunden hat – und nicht um die Phase in der ich Songs für das Album geschrieben habe. Es somit einer der Songs, die schon etwas älter sind. Es geht dabei aber nicht um mein Verhältnis zur Musik.
Du erklärtest ja an anderer Stelle, dass Dir zwischenzeitlich Zweifel an Deinem Job als Musikerin gekommen seien und Du die Bindung zur Musik zu verlieren drohtest. Ist das vielleicht dann auch das Thema von Songs wie z.B. „Sunny Days (Deadline)“?
Brockhoff: Ja darin beschreibe ich den Druck als Songwriterin. Das ist der letzte Song, den ich für das Album geschrieben habe (deswegen auch der Untertitel „Deadline“) und dabei geht es um die
Erwartungshaltungen, die an mich herangetragen werden und auch jene, die ich an mich selbst hatte. Ansonsten schreibe ich auch viel über Beziehungen. Es geht da aber nicht nur um zwischenmenschliche Beziehungen. In ‚Easy Peeler‘ geht es ja zum Beispiel auch um meine Beziehung zum Musik-Machen und zur Musik-Branche. In ‚Sunny Days‘ geht es im Allgemeinen darum, was mir das Songwriting bedeutet, aber in ‚Hot Wheels‘ geht es um meine Beziehung zu Social Media und um Internet-Sucht. Viele Songs sind aber persönliche Beziehungsgeschichten. Es sind Stories, die nah an mir dran sind.
Und wie hast Du die „System-Zweifel“ überwinden können?
Brockhoff: Das habe ich – Gott sei Dank – für mich selbst mit dem Album geschafft. Deswegen bin ich auch so stolz auf das Album, weil ich darauf diesen Prozess sozusagen festgehalten habe. Damit habe ich es dann auch gleichzeitig geschafft, meine Liebe zur Musik wieder zu finden, weil mir dann auch die Arbeit an …




