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16. Oktober 2024Ein neues Album des niederländischen Musikers Blaudzun verspricht immer ein gute Sache zu werden. Wie nun fällt „Latter Days“ aus?
von Gérard Otremba
Als ich der Musik von Johannes Sigmond, alias Blaudzun, 2016 beim Rolling Stone Weekender (Sounds & Books berichtete) erstmals begegnete, war ich doch hochgradig angetan. Ich sah einen mit dem Händchen für eingängige Indie-Pop-Rock-Melodien ausgestatteten, überaus charismatischen Musiker, der das Publikum im Baltic Saal am Weissenhäuser Strand ordentlich mitriss. Fortan stand Blaudzun auch auf der Liste bei Sounds & Books, Reviews seiner Alben „Jupiter“ und „Jupiter Part II“ folgten. 2022 erschien mit dem ebenfalls von uns rezensierten „Loney City Exit Wounds“ sein bisher letztes Album.
Blaudzuns Melodieseligkeit
„Latter Days“ heißt die nun
anstehende, mittlerweile siebte Platte des niederländischen Songwriters. Auf dem wir wieder all die vortrefflichen Blaudzun-Zutaten für ein gutes Album vorfinden. Und dessen einzelne Songs vom Opener „Wicked Ball“ bis zum Closer „Summer Song“ teilweise nicht unterschiedlicher sein könnten. Exakt diese beiden Tracks zeigen die musikalische Spannweite Blaudzuns. In „Wicked Ball“ beschäftigt er sich mit der der Entfremdung und Einsamkeit in der heutigen Gesellschaft und dementsprechend fällt der Sound düster, sphärisch, anschleichend, durchaus verstörend, betörend und soghaft aus. Ein doch recht gewagter und ungewöhnlicher Albumbeginn. Im abschließenden, von Sounds & Books bereits als Song des Tages vorgestellten „Summer Song“ hingegen liegt die ganze Blaudzun-Melodieseligkeit, die die sommerliche Unbeschwertheit und Melancholie in einem spritzigen Indie-Pop-Song perfekt einfän…





