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3. Juni 2026Zeitloser Songwriter-Folk-Pop von Bedouine auf „Neon Summer Skin“
von Gérard Otremba
Bereits auf dem 2017 erschienenen und von uns rezensierten, selbstbetitelten Debütalbum zeigte Azniv Korkejian, alias Bedouine, zu welchen Höhenflügen sie als Songwriterin fähig ist. Die in Syrien geborene, in Saudi-Arabien und den USA aufgewachsene, armenische Songwriterin meldet sich nun mit „Neon Summer Skin“ zurück, das sie nach einem Besuch bei ihrer Familie in Saudi-Arabien schrieb. Familie und Kindheit, bzw. die Trauer um das Ende der eigenen Kindheit, stehen im Fokus ihrer neuen Songs. „In meinen 20ern und einem Großteil meiner 30er konnte ich nicht stillsitzen. Ich war so neugierig auf meine eigene Unabhängigkeit, dass es mir lange Zeit gar nicht in den Sinn kam, um die Vergangenheit zu
trauern. Aber nach dieser Reise nach Saudi-Arabien kam ich nach Hause und war völlig am Boden zerstört. Ich konnte das Gefühl nicht sofort einordnen, aber als ich anfing zu schreiben, wurde mir klar, dass ich gerade verarbeitete, dass ich noch nicht bereit war, aufzuhören, jemandes Kind zu sein“, reflektiert Bedouine.
Bedouine-Schönklang
Wie schon das Debüt produzierte die neue Platte wieder Gus Seyffert – und wie schon auf dem Debüt glänzt Bedouine auf „Neon Summer Skin“ mit wunderprächtigem Songwriter-Pop, irgendwo zwischen Joni Mitchell, Carole King, Carpenters und La…





