Beatsteaks: Yours – Album Review

Beatsteaks: Yours – Album Review

 

Ein Heidenspaß mit den Beatsteaks

Ihren Ruf als eine der besten deutschen Live-Bands verteidigen die Beatsteaks mit jedem Konzert aufs Neue. Ob Club oder Stadion: Die Berliner haben immer Bock und holen mit ihrer Energie auch die allerletzte Reihe in den Kollektiv-Rausch. Bei den Platten ist das im Grunde genommen nicht anders. Auch wenn natürlich jeder neue Output von einigen zunächst auch kritisch beäugt wird. Deutlich wurde das zuletzt beim selbstbetitelten Album von 2014. Die bange Frage lautet jedes Mal: Sind sie noch cool oder werden sie jetzt kommerziell?

Sounds & Books_Beatsteaks_Yours_CoverDass das alles Quatsch ist, wissen die Beatsteaks zum Glück. Ihr musikalisches Spektrum haben sie mit jedem neuen Release erweitert – und dabei immer nur gewonnen. Diese Band hat Lust auf Entwicklung. Warum auch sollte man zweimal dieselbe Platte aufnehmen. Auf „Yours“ gehen die Beatsteaks diesen Weg konsequent weiter. Die 21 (!) neuen Songs sprudeln vor Energie und Entdeckergeist. Auffällig ist vor allem der positive Vibe, der sich fast auf die gesamte Albumlänge erstreckt. Tracks wie „Summertime“, „Filthy Crime“ oder das Jamie T-Duett „Hate To Love“ sind mitreißende Stimmungsaufheller mit Pop-Appeal. Auch „I Do“ und „L Auf Der Stirn“ sind charmante Groove-Perlen, die man so noch auf keinem Beatsteaks-Album gehört hat. Härter geht es etwa in „Sucker Punch“ und „Come On And Get Some“ zur Sache.

Und so ist „Yours“ ein Feuerwerk an Ideen und Stilen. Wie vielseitig diese Platte ist, kann man auch an den zahlreichen Gästen ablesen. Neben Jamie T sind auch Deichkind, Stereo Total, Farin Urlaub und Chad Price jeweils auf einem Track vertreten. „Yours“ ist trotz seiner Länge eine durch und durch kurzweilige Angelegenheit geworden. Die Beatsteaks wachsen und wachsen, haben ihr Ohr am Sound der Zeit und schreiben haufenweise fantastische Songs. Dies hier sind 21 neue Kugeln für die Live-Kanone. Ein Heidenspaß!

„Yours“ von Beatsteaks erscheint am 01.09.2017 bei Warner Music.

Beatsteaks feat. Jamie T - Hate To Love (Official Video)

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