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11. Dezember 2025Zum 20. Geburtstag erscheint „Down In Albion“ von Babyshambles in einer erweiterten Ausgabe
von Sebastian Meißner
Die Babyshambles gaben just in diesen Tagen ihr vielumjubeltes Live-Comeback und lieferten Shows ab, die eindrucksvoll belegten, wie vital diese Band auch zwei Jahrzehnte nach ihrem Debüt noch immer klingt. Passend dazu erscheint „Down In Albion“ nun zum 20. Geburtstag in einer behutsam remasterten Neuauflage samt Bonustracks. Das Album, ursprünglich im November 2005 veröffentlicht, liegt erstmals als limitierte cremefarbene Doppel-Vinyl-Edition bei Rough Trade Records vor.
Ein Album am Limit
Als Babyshambles 2003 entstanden, war das Projekt zunächst ein Ventil für Peter Doherty, der aus The Libertines ausgeschlossen worden war. Doch mit der
Festbesetzung Drew McConnell (Bass), Adam Ficek (Drums) und Patrick Walden (Leadgitarre) entwickelte sich eine Band, deren Chemie gleichermaßen elektrisierend wie fragil war. „Down In Albion“ fängt genau diesen Schwebezustand ein: Songs, die taumeln und stolpern dürfen, ohne je ihre innere Intensität zu verlieren; Nummern, die zwischen lakonischer Erzählkunst und verletzlicher Offenheit pendeln. Diese Spannweite prägt besonders vier Songs, die bis heute den Kern des Albums ausmachen.
„La Belle et la Bête“, mit Gastgesang von Kate Moss, wirkt hingegen wie eine spontane Momentaufnahme: ein ungeschliffenes Duett, dessen Charme genau aus dieser improvisierten Unordnung entsteht. Noch unmittelbarer tritt die Band in „Fuck Forever“ auf, einem fieberhaften Stück Punk-Energie. Und schließlich ist da „Albion“, das melancholische Herzstück des Albums – eine Wanderkarte durch Dohertys persönliches Mythologie-Geflecht, getragen von einer Melodi…





