Amy Macdonald: The Human Demands

Amy Macdonald: The Human Demands

Ein erfreulicher „Neubeginn“ der schottischen Songwriterin Amy Macdonald

Auf eine beeindruckende Karriere kann Amy Macdonald zurückblicken. Bereits ihr vor dreizehn Jahren erschienenes Debütalbum „This Is The Life“ eroberte die Spitzenposition der einheimischen UK-Charts und warf mit dem Titeltrack einen auf ewig mit ihr in Verbindung stehenden Single-Hit. Die damals soeben 20 Jahre jung gewordene Schottin eroberte mit ihren ungemein eingängigen Rock-Pop-Songs im Nu den europäischen Markt und wiederholte ihren Debüterfolg mit den nachfolgenden Platten „A Curious Thing“ (2010) und „Life In A Beautiful Light“, die beide auf Platz 1 der deutschen Albumcharts landeten.

Viel Neues bei Amy Macdonald

Amy Macdonald The Human Demands Cover BMG

Auch ihr vor drei Jahren veröffentlichtes viertes Studioalbum „Under Stars“ fand noch reichlich viele Käufer und schaffte es bis auf den zweiten Rang in Deutschland und Großbritannien. An Gold- und Platinauszeichnungen für ihre Werke hat sich Amy Macdonald wahrscheinlich also längst gewöhnt. Nun meldet sich die 33-jährige Songwriterin mit ihrem fünften Studioalbum „The Human Demands“ zurück, nachdem sie Ende 2017 auch ein Live-Album („Under Stars – Live in Berlin“) herausgebracht hat. „The Human Demands“ erweist sich für Macdonald in vielerlei Hinsicht als Neubeginn, wechselte sie zwischenzeitlich ihr Management, verließ ihre Plattenfirma Universal Music, um zu BMG zu wechseln und geheiratet hat sie ebenfalls. In Jim Abbiss (Kasabian, Arctic Monkeys) fand sie auch einen neuen Produzenten, mit dessen Hilfe Macdonalds Lieder tatsächlich  fast wieder wie auf dem Debüt klingen.

Überschwängliche Stadionrockhymnen

Zahlreiche Songs auf „The Human Demands“ handeln vom Älterwerden, das heiraten gehört da manchmal dazu und mit „Fire“, einer Hommage an ihren Ehemann, eröffnet Macdonald das Album. Im überschwänglichen Refrain deutet sich ihr Hang zur Stadionrockhymne an, der an anderen Stellen des Albums seine ultimative Climax erreicht. Der bei Sounds & Books bereits als Song des Tages vorgestellte Vorabtrack „The Hudson“, wo sich Macdonald mit der New Yorker Vergangenheit ihrer Eltern auseinandersetzt,  hat diesen unwiderstehlichen Bruce-Springsteen-Drive. Mal wieder einer dieser perfekten Radio-Ohrwürmer Macdonalds.

Amy Macdonald rockt

Als ähnlich prägnanter Radiohit gerät der Titelsong, der wie so häufig bei der Schottin überaus musikalisch optimistisch und textlich tröstend daherkommt. Dass Macdonald den Rock’n’Roll nicht verlernt hat, beweist sie mit den forschen „We Could Be So Much More“ und „Bridges“, während das wie ein Albummotto wirkende „Young Fire, Old Flame“, „Crazy Shade Of Blue“ sowie der Closer „Something In Nothing“ die balladeske Seite des Albums abdecken. Insgesamt ein erfreulicher Amy-Macdonald-„Neubeginn“.

„The Human Demands“ von Amy Macdonald erscheint am 30.10.2020 bei BMG. (Beitragsbild von Roger Deckker)

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