Allah-Las: Worship The Sun – Album Review

Allah-Las: Worship The Sun – Album Review

California Dreamin‘

von Gérard Otremba

Worship The Sun ist das zweite Album der im kalifornischen Los Angeles beheimateten Band Allah-Las und es erfüllt alle Erwartungen, die man an eine amerikanische West-Coast-Band nur so stellen kann. Die insgesamt 14 Songs auf Worship The Sun könnten allesamt auf jeder „Flower-Power“-Compilation auftauchen, so sehr dringen Sänger und Gitarrist Miles Michaud, Gitarrist Pedrum Siadatian, Bassist Spencer Dunham und Schlagzeuger Matthew Correia in die musikalischen Sixties Kaliforniens ein. Alla-Las transportieren den Sound der Byrds, der Beach Boys, von Love, von Buffalo Springfield oder The Move in die heutige Zeit und versehen ihn mit einer Portion Indie-Charme, der wiederum beim Titelsong „Worship The Sun“ an The Church oder auch The Go-Betweens erinnert. Es jubilieren die Jingle-Jangle-Gitarren im Psychedelic-Pop der Allah-Las, verhallte Backing Vocals erweitern den Trip, Melodie- und Harmonie-Pop allerorten.

Doch bevor es mit der Sonnenanbetung überschwappt, mischt das Quartett genügend melancholische bis schwermütige Untertöne in ihre Kompositionen, wie sie in „Artifact“, „Nothing To Hide“ oder „Follow You Down“ deutlich zu hören sind. Aber natürlich beherrscht der Sunshine-Pop und Electric-Folk von „Better Than Mine“, „De Vida Voz“ und „Had It All“ sowie der Gitarren-Dream-Pop bei „Recurring“ das Album. Oder das superkurze, aufgekratzte, dem 60er-Garagen-Rock-Pop am nächsten kommende und The Kinks evozierende „501-415“. Es macht einfach irre viel Spaß, sich diesem Sixties-Beat-Rock-Pop hinzugeben. Der Bonustrack „No Werwolf“, B-Seite der Single „501-415“, könnte sich glatt im „Pulp Fiction“-Soundtrack wiederfinden und „Every Girl“, B-Seite von „Had It All“, besitzt sogar den Velvet Underground-Twang von „Sweet Jane“. Im Vergleich zum ersten, selbstbetitelten Album, haben die vier Herren von Allah-Las die dort wesentlich präsentere DIY-Attitüde Zugunsten von griffigeren und schwelgerischen Melodien aufgegeben. Ein Schritt in die richtige Richtung.

„Worship The Sun“ von Allah-Las erscheint am 19.09.2014 bei Innovative Leisure / Rough Trade.

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