
Case Oats: Last Missouri Exit
21. August 2025
Garry Disher: Desolation Hill
21. August 2025Auf seinem ersten Album seit 13 Jahren verarbeitet Adrian Sherwood persönlich Verluste und präsentiert bemerkenswert ausbalancierte Tracks
von Sebastian Meißner
Ganze 13 Jahre ließ sich Adrian Sherwood Zeit für ein neues Werk unter eigenem Namen. Eine lange Zeit. Doch das Warten hat sich gelohnt. Was der britische Dub-Pionier hier mit „The Collapse Of Everything“ geschaffen hat, ist weit mehr als ein gewöhnliches Studioalbum: Es ist ein persönliches Statement, ein klanglicher Nachruf und zugleich eine hochkomplexe Reflexion unserer Gegenwart. Getrieben vom persönlichen Verlust zweier enger Weggefährten und einer grundlegenden politischen wie ökologischen Sorge, verdichtet Sherwood all das in einem
musikalischen Kosmos, der trotz seiner Tiefe nie verkopft wirkt.
Eleganz im Echo: Klanggestaltung mit Tiefe
Die klangliche Handschrift Sherwoods ist unverkennbar – und auf diesem Album schärfer denn je. In der Tradition klassischer Dub-Techniken schafft er Räume aus Hall, Echo und Verzerrung, die nicht nur stilistisch überzeugen, sondern emotional tief greifen. Doch Adrian Sherwood bleibt nicht im Retro-Charme stecken: Seine Arrangements sind durchdacht bis ins kleinste Detail und gleichzeitig stets o…





