Udo Lindenberg: Mach dein Ding

Udo Lindenberg: Mach dein Ding

Die frühen Jahre des Udo Lindenberg. Das Buch zum Film „Mach dein Ding“ ist bei Edel Books erschienen.

Das 1973 veröffentlichte Album „Alles klar auf der Andrea Doria“ brachte dann den Durchbruch für Udo Lindenberg. Es folgte eine höhepunktreiche Karriere in den Siebziger- und Achtziger-Jahren, sowie eine  durchwachsene in den Neunzigern, die 2008 mit dem ersten Nummer-1-Album, „Stark wie zwei“, einen immensen Popularitätsschub erfuhr und 2019 in die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse mündete. Als die Platte „Alles klar auf der Andrea Doria“ samt des berühmten Stückes „Cello“ erschien, war Udo Lindenberg 27 Jahre alt und genau dort endet, analog zum Film, das Buch „Mach dein Ding“. 

Hamburg ermöglicht den Durchbruch für Udo Lindenberg

Udo Lindenberg Mach dein Ding Buchcover Edel Books

Lindenberg hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits diverse Meriten als Schlagzeuger erworben, bei Klaus Doldingers Band Passport beispielsweise, und er trommelte bei der von Doldinger komponierten „Tatort“-Titelmelodie. Bis es soweit war, ging der am 17.05.1946 im nordrhein-westfälischen Gronau geborene Musiker einen nicht immer linearen Weg, machte dabei aber schon immer sein Ding. Diesen Weg zeichnet das von Peter Feierabend und Frank Bartsch herausgegebene, und mit Texten von Kristof Schreuf versehene Buch zum Film „Mach dein Ding“, für das Udo Lindenberg sein Privatarchiv öffnete. Mit einem kurzen, salopp-heiteren Vorwort des Meisters persönlich beginnt der 224-seitige Text-Bildband und endet mit einer einseitigen Zusammenfassung von Lindebergs Gegenwart. Dazwischen befindet sich eine Vielzahl an bisher unveröffentlichtem Bildmaterial aus Lindebergs Privatschatulle, die seinen Werdegang vom „kleinen Matz“, wie der sehr junge Udo genannt wurde, bis hin zu den frühen Hamburger Jahren, wo er Ende der Sechziger Jahre aufschlug, die Zeit im Künstlerdomizil der berühmten „Villa Kunterbunt“ in Winterhude mit u.a. Otto und Marius Müller-Westernhagen verbrachte und die Szenekneipe „Onkel Pös“ eroberte.

Mehr als nur ein Buch zum Kinofilm

„Mach dein Ding“ lebt von diesem sehr persönlichen Bildmaterial, das Udo Lindenberg im Kreis seiner Familie, seiner Schule, seinen früheren Bands, in Nordafrika und eben Hamburg mit der Originalbesetzung des Panikorchesters zeigt. Schulzeugnisse, Zeitungsausschnitte, Lindenbergs Zeichenkünste sowie Bilder aus der Produktion des gleichnamigen Filmes machen „Mach dein Ding“ zu einem unverzichtbaren Band für die Buchregale aller Lindenbergianer. Seiner Beziehung zur DDR, seine Illustrationen sowie seinem 1980 veröffentlichten Film „Panische Zeiten“ sind Extra-Kapitel gewidmet. Insgesamt bietet „Mach dein Ding“ definitiv viel mehr als „nur“ das Buch zum Kinofilm.

Peter Feierabend, Frank Bartsch: „Udo Lindenberg – Mach dein Ding“, Edel Books, Hardcover, 224 Seiten, 26,95 € (Beitragsbild: Buchcover).

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