Suzan Köchers Suprafon: Suprafon

Suzan Köchers Suprafon: Suprafon

Feinster Psychedelic-Folk-Rock-Pop von Suzan Köchers Suprafon

„Suprafon“ lautet sowohl der Name von Suzan Köchers Band also auch ihr neues Album. „Suprafon“ ist nach „Moon Bordeaux“ die zweite Platte der aus Solingen stammenden Songwriterin und zu ihrer Band, die beim diesjährigen Reeperbahn Festival zu überzeugen wusste, gehören Julian Müller (Gitarre), Alfie Joy (Bass) und Jens Vetter (Schlagzeug, Synthesizer). Inspiriert von einer Prag-Reise, enthält „Suprafon“ neun neue, in Austin, Texas, aufgenommen Songs, die stilvoll zwischen Folk-Rock, Americana und Psychedelic-Pop changieren. Dass „Suprafon“ ein ganz ausgezeichnetes Album werden würde, war spätestens nach dem Besuch von Suzan Köchers Konzert im Kaiserkeller auf St. Pauli klar, wo es bereits einige Songs des Albums live zu hören gab.

Die Schönheit der Songs von Suzan Köchers Suprafon

Suzan Köchers Suprafon Cover Unique Records

Schon im Vorfeld hatten wir bei Sounds & Books den Vorabtrack „Poisonous Ivy“ als Song des Tages vorgestellt, ein für die Platte richtungsweisender, von seiner Melodieverliebtheit lebender und die Hörer in Trance versetzender, filigraner, sinister-schöner  Psych-Folk-Rock-Song. Und Songs von dieser ausnehmend süchtig machenden Qualität hat Suzan Köcher noch jede Menge auf „Suprafon“ gepackt. Das gespenstisch-flirrende „Night By The Sea“ atmet Wüstensand und weckt Erinnerungen an gottverlassene Städtchen in Westernfilmen. Neben den erwähnten Musikern setzen Michael Patrick St. Clair an Trompete und Posaune beim kosmisch driftenden Albumauftakt „Peaky Blinders“ sowie Mary Beth am Cello in „Texas Sun“ Akzente. Letzteres ein siebenminütiges, sanft dahingleitendes, entrücktes, schwermütiges, verwunschenes, zwischen Dream- und Chamber-Pop wechselndes und mit Future-Pop-Anleihen versehenes Meisterstück.

Edel-elegische Melodien

Es sind edel-elegische Melodien und Harmonien, die den Songs auf „Suprafon“ zugrunde liegen. Voller Indie-Pop-Liebreiz und herrlichster Catchyness in „Pěšky Do Města“ und „Hlavní Nádraží“, von perkussiver Abwechslung bei „Píseň Dne“. Ungemein eingängig, und wieder mehr im Psychedelic-Folk-Rock unterwegs, dann noch der großartige, fast schon hymnische, sehr beschwingte und illuminierende Titeltrack „Suprafon“. Ein wundervoller musikalischer Trip ist da Suzan Köcher und ihrer Band gelungen.

„Suprafon“ von Suzan Köchers Suprafon erscheint am 08.11.21019 bei Unique Records / Groove Attack / Good To Go / Believe (Beitragsbild von Gérard Otremba).

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