Ringo Starr: What’s My Name – Albumreview

Ringo Starr: What’s My Name – Albumreview

Ringo Starr als Bewahrer der „good old times“

Und dann ist man doch wieder angefasst. Dass die Beatles irgendwie wieder vereint sind. Jedenfalls bei einem Song auf Ringo Starrs neuem Album. Der Track heißt „Grow Old With Me“ und stammt aus der Feder von John Lennon, dessen Wunsch, mit Yoko Ono alt zu werden, am 08.12.1980 jäh zerplatzte. Anders verliefen die letzten 40 Jahre bei Richard Starkey, der noch immer mit der Schauspielerin Barbara Bach (James Bond: „Der Spion, der mich liebte“) zusammen ist.

Die Wiedervereinigung der Beatles

Ringo Starr What's My Name Cover Universal Music

Ein passender Songtitel also für den ehemaligen Beatles-Schlagzeuger, der für die Aufnahme dieses Liedes prompt seinen damaligen Bandkollegen Paul McCartney einlud, der den Bass bediente und Backing Vocals beisteuerte. So waren schon drei der vier Beatles-Mitglieder an „Grow Old With Me“ beteiligt. Und hört man genau hin, erkennt man in einer Streicherpassage noch „Here Comes The Sun“ von George Harrison und hat die Fab Four komplett. „Grow Old With Me“ ist ein sehr rührseliges, sentimentales und hübsches Lied geworden und stellt sich als Höhepunkt des Albums heraus. Vielleicht liegt es an der Beatles-Connection, wahrscheinlich aber an der sehr souveränen und etwas altbackenen Produktion der anderen Songs auf „What’s My Name“.

Ringo Starr und die gute alte Zeit

Mit Joe Walsh, Dave Stewart, Benmont Tench, Edgar Winter und Steve Lukather sind zahlreiche namhafte Musiker an Ringo Starrs 20. Studioalbum beteiligt, aber „Magic“ klingt eben so sehr nach Toto, wie es Lukather noch vermag. Und die Coverversion von „Money“ spielte Starr 1963 auf „With The Beatles“ halt auch schon mal euphorischer ein. Das alles ist gut abgehangener Rock’n’Roll, der die Geister gelegentlich weckt, wie im hymnisch-vorwärtsreibenden Soul-Rock von „Thank God For Music“, dem sehr eingängigen „It’s Not Love That You Want“ sowie im bläserverstärkten und kernigen „Better Days“. Ringo Star hängt dem Zeitgeist vielleicht etwas hinterher, hält aber mit einem Augenzwinkern die „good old times“ am Leben. Und das kann man ihm nun wirklich nicht verübeln.

„What’s My Name“ von Ringo Starr ist am 25.10.2019 bei Universal Music erschienen (Beitragsbild: Universal Music)     

Kommentar schreiben

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.