Mark Ronson: Late Night Feelings – Albumreview

Mark Ronson: Late Night Feelings – Albumreview

Mark Ronson und seine superben Sängerinnen und Songs

Mit Mark Ronson wollen wahrscheinlich alle zusammenarbeiten. Der 43-jährige Produzent und Songwriter hat sich in den letzten fünfzehn Jahren zahlreiche Meriten erworben, die ihm Grammy-Auszeichnungen und zuletzt sogar einen Oscar in der Kategorie „Bester Filmsong“ für den Titel „Shallow“ aus „A Star Is Born“ einbrachten. Seine vielleicht immer noch wichtigste Arbeit war aber wohl die als Produzent von „Back To Black“, dem Erfolgsalbum von Amy Winehouse. In der Folge verstand es Ronson wie kein Zweiter, andere an seiner Seite zur Höchstform zu animieren. Sogar ein Bruno Mars hinterließ bei „Uptown Funk“ einen guten Eindruck. Kollaborationen mit Duran Duran, Lady Gaga und Queens Of The Stone Age zeigen seine musikalische Bandbreite.

Geschmeidiger Soul und Pop von Mark Ronson

Mark Ronson Late Night Feelings Albumcover Sony Music

Für sein fünftes, mit „Late Night Feelings“ betiteltes Album hat Mark Ronson mit diversen Sängerinnen unterschiedlichster Prägung zusammengearbeitet und einige vorzügliche Popsongs geschrieben. Die von der amerikanischen Sängerin Yebba vorgetragenen drei Songs „Knock Knock Knock“, „Don’t Leave Me Lonely“ und „When You Went Away“ befinden sich mittig und aufeinanderfolgend auf dem Album und sind Beispiel für präzise und groovige R&B- und Soul-Pop-Balladen. Bei „Pieces Of Us“ (feat. King Princess) jubelt uns Mark Ronson noch zusätzlich Eighties-Pop unter, aber so modernisiert, dass es kaum auffällt. Der von Lykke Li gesungene Titeltrack „Late Night Feelings“ evoziert eben diese, einen geschmeidigeren Song zwischen Soul, Pop und Clubsound kann man kaum komponieren. Die schönsten Songs hat Mark Ronson indes ans Ende des Albums gestellt.

Zahlreiche Großtaten

Da ist zunächst das bei Sounds & Books bereits als Song des Tages vorgestellte „Nothing Breaks Like A Heart“, auf dem Miley Cyrus fast wie eine abgeklärte Stevie Nicks klingt. Im anschließenden „True Blue vereinen Ronson und Angel Olsen Kate Bush mit dem Indie-Pop. Olsen legt all ihre Sehnsucht in den Gesang und die Drums pulsieren wie einst bei „Running Up That Hill“. Ein Mega-Song.  Gemeinsam mit Diana Gordon schwingt sich Ronson bei „Why Hide“ zu einer weiteren R&B-Soul-Balladen-Großtat auf und die sterbensschöne Songwriter-Ballade „2 AM“ veredelt wiederum Lykke Li mit ihrer zauberhaften Stimme. Ach ja, und Alicia Keys glänzt mit The Last Artful, Dodgr noch beim R&B-Hip-Hop von „Truth“. Eine superbe Versammlung von wunderbaren Sängerinnen und ebensolchen Songs.

„Late Night Feelings“ von Mark Ronson erscheint am 21.06.2019 bei Sony Music (Beitragsbild: Pressefoto).

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