Calexico And Iron & Wine: Years To Burn

Calexico And Iron & Wine: Years To Burn

Höchst erfreulich, das neue Calexico And Iron & Wine-Album

Vierzehn Jahre nach „In The Reins“ haben Calexico And Iron & Wine tatsächlich ein zweites Album aufgenommen. „Years To Burn“ heißt der im Dezember 2018 in einem Studio in Nashville aufgenommene Nachfolger, der wie sein Vorgänger acht Songs enthält. Eine mehr als lohnende kompositorische Zusammenarbeit zwischen Joey Burns und Sam Beam, verzücken die neuen Stücke doch ungemein. Eine zauberhafte Reise durch einen aus Indie-Folk-Rock und Country bestehenden Americana-Kosmos. Joey Burns, John Convertino und Sam Beam treten mit „Years To Burn“ die Nachfolge von Crosby, Stills, Nash & Young an und erfreuen wohl auch alle Fleet Foxes-Fans.

Die Harmonie von Calexico And Iron & Wine

Calexico And Iron & Wine Years To Burn Cover City Slang

Mehr tröstenden Wohlklang als in „Follow The Water“ kann man kaum in einen Song legen. Melancholische und einschmeichelnde Harmonien umhüllen die Hörer, die musikalische Geborgenheit tippelt hier auf Zehenspitzen und ist fast zu schön, um wahr zu sein. In eine verwunschene Welt mit einem König der Vögel und einer Königin der Herzen versetzen uns Calexico And Iron & Wine bei „Midnight Sun“, das fast flüsternd vorgetragen wird, aber durch eine verzerrte E-Gitarre für Aufsehen erregt. Im Hintergrund seufzt die Pedal-Steel-Gitarre von Paul Niehaus, die im Opener „What Heaven’s Left“ deutlich mehr Akzente setzt. Beseelter Country-Folk für Romantiker (ähnlich dem Closer „In Your Own Time“), unterstützt von Jacob Valenzuelas pointiertem Trompetenspiel.

Ein Fest, dieses Album

Das bei Sounds & Books bereits als Song des Tages vorgestellte „Father Mountain“ beschwört die hippieske Laurel-Canyon-Folk-Harmonie der der Spät-Sechziger und Früh-Siebziger und der zärtliche, von Drummer John Convertino im Tempo verschleppte, von Valenzuelas Trompete veredelte Titeltrack „Years To Burn“ gleitet anmutig, still und leise vor sich hin, ein Traum von einem Song.  Gitarrenfingerpicking und spanischer Gesang eröffnen das achtminütige „The Bitter Suite“, die mit einem Psychedelic-Jazz-Rock-Jam übergeht und als berührende Ballade endet. Warum veröffentlichen die Herren eigentlich nicht alle zwei Jahre eine neue Platte? Wie dem auch sei, wir feiern dieses Fest und erfreuen uns an „Years To Burn“.

„Years To Burn“ von Calexico And Iron & Wine erscheint am 14.06.2019 bei City Slang. (Beitragsbild von Piper Ferguson)

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