Element Of Crime: Die Top-100-Songs

Element Of Crime: Die Top-100-Songs

Die Liste der hundert besten Songs von Element Of Crime

Seit 25 Jahren höre ich die Musik von Element Of Crime, längst nenne ich die Gruppe um Sänger und Romancier Sven Regener meine deutsche Lieblingsband. Zeit, dieses Jubiläum mit einer Liste der besten 100 Songs des Berliner Quartetts zu feiern. Meine Liebe zu den Elements begann also 1994. Der Bandname war mir vorher bereits bekannt, die Musik noch nicht. Dies änderte ich mit dem Album „An einem Sonntag im April“, damals Platte des Monats bei den Kollegen vom Musik Express. Es folgte schnell der Nachkauf der ersten beiden deutschsprachigen Alben sowie der englischsprachigen Werke zwischen 1986-1990. Seit 1996 verfolge ich Element Of Crime auch live und habe seitdem keine Tour verpasst. Ihre Musik, diese Melange aus Chanson, Folk, Pop, Rock und Indie-Rock, die sich so häufig und liebevoll im Walzer-Takt wiegt, hat mich rasend schnell überzeugt bis heute nicht losgelassen. Sie sind Chef-Melancholiker, Sven Regener ein Meister der Lakonie und das Hören ihrer Songs bereitet mir stets ein tröstliches Vergnügen. Zahlreiche Element-Lieder gehören zu meinen Lieblingssongs schlechthin, sie belegen logischerweise die vorderen Platzierungen in dieser Liste. Bis hierhin bedanke ich mich herzlich bei Element Of Crime, bei Sven Regener, Jakob Ilja, Richard Pappik, Dave Young, Paul „Veto“ Lukas, Ekki Busch, Rainer Theobald und allen, die ihren Anteil an den großartigen Alben hatten. Ich hoffe, es folgen noch diverse weitere. Und nun viel Spaß mit den Top-100-Songs von Element Of Crime (Beitragsbild von Gérard Otremba).

Die Top-100-Songs von Element Of Crime

1. Weißes Papier

Immer noch die Quintessenz der Element Of Crime-Musik. Die Poesie, die Melancholie und das Wissen, das man mit diesem Song noch über Ex hinwegkommt. Titelsong des besten Element Of Crime-Albums von 1993. Und prinzipiell ein unverzichtbarer Bestandteil eines Element-Konzertes. „Am liebsten wäre ich ein Astronaut / Und flöge auf Sterne, wo gar nichts vertraut / Und versaut ist durch eine Berührung von dir / Ich werd nie mehr so rein und so dumm sein wie weißes Papier“

2. Damals hinterm Mond

„Die Liebe war ein Fest, der Mensch war gut / Damals hinterm Mond“. Dazu elend traurige Streicher und eine düstere Orgel im Hintergrund. Der Titeltrack ihres 1991 erschienenen, erstmals mit ausschließlich deutschen Texten versehenen fünften Studioalbums. Ein absoluter Höhepunkt des deutschen Chanson-Pop.

3. Die Hoffnung die du bringst

Sie sind halt auch eine Rock’n’Roll-Band, die Elements. Sven Regener brachte wenige Wochen zuvor seinen Debütroman „Herr Lehmann“ heraus, ich war 2001 als Stadtteiljournalist für die Frankfurter Rundschau bei einer Erpenbeck-Regener-Goosen-Lesung im Frankfurter Club O25 unterwegs, Sven Regener gewährte mir ein spontanes Interview vor der Lesung und überreichte mir am Ende die erst ein paar Wochen später erscheinende CD „Romantik“. Zu Hause sofort aufgelegt und augenblicklich von der Euphorie mitgerissen worden. „Kalt sind die Finder deiner Hand / Hart sind die Worte die du sprichst / Rauh sind die Lieder die du singst / Und herrlich ist die Hoffnung die du bringst / Liebling sag mir morgen früh nochmal daß wir glücklich sind“

4. Über Nacht

Man muss beim Album „Die schönen Rosen“ (1996) bis zum vorletzten Lied warten, um dem schönsten Song der Platte zu begegnen (die anderen sind aber ebenfalls von erlesener Qualität). Exquisiter kann man Melancholie nicht vertonen. Mehr Wehmut geht nicht, getragen von Ekkis Buschs Akkordeon. „Ich will dich so gerne vergessen / Und bin dazu doch nicht bereit / Und kaum daß ich dich wiederseh / Ist der Sommer schon wieder vorbei“

5. Schwere See

Noch eine Lehrstunde im Sachen Schwermut. Vierter Song auf „Weißes Papier“, eins von insgesamt elf Highlights dieses Albums. „Ich will dein fester Boden sein / Obwohl ich selber schwanke“, ach, was wird das Herz so schwer.

6. Blaulicht und Zwielicht

Der Auftakt zu „Damals hinterm Mond“ und fast verschlagen und geheimnisvoll singt Sven Regener die Zeile „Ich liebe dich“. Und erfreut uns an seinem majestätischen Trompetenspiel.

7. Draußen hinterm Fenster

Die genuinen Alltagsbeobachten des Sven Regener, in denen ein „Subaru-Besitzer“, ein „sittenstrenger Milchmann“ sowie ein „Ex-Meinungsforscher“ Jagd auf ein Kind machen. „Und ich frage dich nicht, wo du herkommst / Du sagst mir nicht, wo wir sind / Wir sitzen hier fest, was auch immer geschieht / verwirrt, träge und verliebt“

8. Jung und schön

Das Album „Psycho“ von 1999 wird viel zu selten genannt, wenn es um die besten Alben von Element Of Crime geht. Ich fand sehr schnell Zugang zu diesem fast scheppernden Sound der Platte. Dieser ungestüme Vorwärtsdrang von „Jung und schön“ hat es mir am meisten angetan, weitere Songs des Albums folgen in dieser Liste. „Denn das Licht der Gaslaternen läßt und schwindeln / Und warm sind die Nächte in Berlin / Wir taumeln durch die Straßen / So als wären wir jung und schön“

9. Vier Stunden vor Elbe 1 (für Helga Feddersen)

Vorletzter Song auf „Damals hinterm Mond“. Der Element Of Crime-Fernwehsong schlechthin, mit Akkordeon, Klarinette und Mundharmonika. „Drüben am Horizont verschwindet eine Landschaft / Ein Schnitt in die Brust ist der Abschied, doch diesmal fällt er aus / Ich will mehr für dich sein als eine Schleusenbekenntschaft / Diesmal mein Herz, diesmal fährst du mit“

10. Mittelpunkt der Welt

Alle lieben zwar „Delmenhorst“ (siehe weiter unten), aber die fast siebenminütige Titel- und Abschlusstrackballade des 2005 veröffentlichten Albums hat natürlich viel mehr Charme, edle Bläser und Streicher-Arrangements inklusive.

11. Wenn der Morgen graut

Weil niemand diesen Zeitpunkt so gut einfängt wie Element Of Crime in diesem Lied. Zweiter Song auf „Die schönen Rosen“. „Dreh dich noch einmal nach mir um / Lauf noch ein bißchen neben mir her / Ein Stern fällt ins Wasser und der Mond hinterher / Einmal für dich / Einmal für mich“

12. Narzissen und Kakteen

Es war höchste Zeit, daß Regener & Co. ein Album „Romantik“ betitelten, damals 2001. Seitdem erschallt ebendieser Schlachtruf bei den Element-Konzerten. Und diese grandiose Ballade (zweiter Song auf „Romantik“) könnten sie mal wieder live spielen. Noch so ein Beispiel für überbordende Melancholie. „Früher war ich klug / Heute bist du schön / Hinter uns verbrennen / Narzissen und Kakteen“

13. Bitte bleib bei mir

Ja, schöne Balladen stehen im Mittelpunkt des Element Of Crime-Universums. So auch „Bitte bleib bei mir“, siebter Song auf „Immer da wo du bist bin ich nie“. Diesmal positive Verliebtheit.

14. Weil es schön war

Und weil es so schön ist, gleich das nächste ruhige Stück. Albumcloser von „Psycho“. Dieser Song ist Entspannung und Entschleunigung pur. Traumhaft.

15. Mehr als sie erlaubt

Mitreißender Auftakt von „Weißes Papier“. Uriger Chanson-Rock-Rock’n’Roll und Sven Regener als Sänger und Texter in Höchstform.

16. Bevor ich dich traf

Viele Bilder „für mein Leben / Wie es war, bevor ich dich traf“. Herausragender Song des aktuellen, 2018 herausgebrachten Albums „Schafe, Monster und Mäuse„.

17. An einem Sonntag im April

Titeltrack des 1994-Albums, mit dem also meine Element Of Crime-Beziehung begann. Ich nenne sie die „hanseatische“ Element-Platte und die erste Liebe wirkt bekanntlich am stärksten nach.

18. Und du wartest

Fünfter Song auf „Weißes Papier, fünfter Song des Albums in der Top-100-Liste. Auch die schlimmste Sehnsucht nimmt einmal ein Ende. „Und du wartest auf gar nichts mehr / Auf den Sommer nicht und nicht auf längeres Haar / Und darauf daß einer dein Herz repariert / Schon gar nicht / Auf ein Zeichen von ihr“

19. Wahr und gut und schön

Siebter Song von „Damals auf dem Mond“. „Der Teufel ist ein Eichhörnchen / Er lebt im Zölibat / Und hat immer einen stehn / Wahr und gut und schön“. So wahr und gut und schön wie irgendwie alle Element Of Crime-Songs.

20. Am ersten Sonntag nach dem Weltuntergang

Der elegische Auftakt von „Schafe, Monster und Mäuse“. „Schön war das Leben, schlecht war die Welt / Gut war die Liebe, böse das Geld“

21. Am Ende denke ich immer nur an dich

„Ganz egal, woran ich gerade denke / Am Ende denk ich immer nur an dich“. Romantik!

22. Immer unter Strom

Noch so ein Klassiker von „Weißes Papier“. Und so ist da manchmal im Leben: „Immer unter Strom / Immer unterwegs und überall zu spät“

23. Du hast mir gesagt

Siebter „Psycho“-Song und einer meiner wichtigsten Wunschtitel für eine kommende Element Of Crime-Setlist. „Wenn du mich suchst, wirst du mich finden / Verliebte gehen hier immer an den Fluß / Du hast mir gesagt, daß alles kommt wie es kommen muss / Und ich warte hier / Auf das Glück und den gestrigen Tag“

24. Ohne dich

Auch das kann Sven Regener natürlich gnadenlos gut, die Abrechnung. Sechster Track auf „Die schönen Rosen“. „Ohne dich läuft das Leben geradeaus und die Sonne im Kreis / Ohne dich ist der Mond immer voll und jedes Weihnachten weiß / Und der andere Schnickschnack kümmert mich nicht / Alles ist besser ohne dich“

25. Alles was blieb

Unscheinbar an die sechste Stelle von „Psycho“ gesetzt, entfaltet „Alles was blieb“ umso größeren Nachdruck. „Ein langes Haar und ein Abdruck im Kissen sind alles was blieb“. Düsterste Melancholie hoch drei.

26. Ofen aus Glas

Das zärtlichste und kürzeste (1:42) Lied auf „Damals hinterm Mond“.

27. Mach das Licht aus wenn du gehst

Hätte 1991 eigentlich ein Riesenhit werden müssen mit den ganzen hymnischen Orgelklängen. Die Welt war wohl noch nicht bereit. Vierter Song auf „Damals hinterm Mond“.

28. Wenn der Wolf schläft müssen alle Schafe ruhen

Letzter Song von „Lieblingsfarbe und Tiere“ (2015). Eine dieser großen Element Of Crime-Balladen. „Ich gäb meinen rechten Arm dafür / Wenn du mir nur einmal noch ein Lächeln schenkst“

29. Im Himmel ist kein Platz mehr für uns zwei

„Frag mich nicht, wie ich ohne dich lebe / Den ganzen Tag unter Wasser und Spaß dabei / Und alles geht immer irgendwie weiter / Im Himmel ist kein Platz mehr für uns zwei“. Wie soll man dieses anmutige Lied nicht mögen? Vierter Track von „Mittelpunkt der Welt“.

30. Don’t You Smile

Auch die Phase der englischen Texte zwischen 1986 und 1989 warf einige superbe Songs ab. Das düstere „Don’t You Smile“, fünfter Track aus „Try To Be Mensch“ (1987) nahm die Großtaten von „Damals hinterm Mond“ und „Weißes Papier“ vorweg.

31. Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

Selbstverständlich habe ich auch das neue Album „Schafe, Monster und Mäuse“ längst in mein Herz geschlossen. Und das geht ganz einfach mit Anfangszeilen wie denen zu Beginn des Abschlußsongs: „Ich wäre so gern ein Gummibär / da gibt’s die gelben und die roten, das sind die Vollidioten“

32. Delmenhorst

Der wohl immer noch bekannteste Element Of Crime-Song und so eine Art Hit. Wird von allen lauthals auf Konzerten geschmettert. „Hinter Huchting ist ein Graben / der in die Ochtum sich ergießt / und dann kommt gleich Getränke Hoffmann / Sag Bescheid wenn du mich liebst“

33. Alten Resten eine Chance

„Ein Salat darf nie mit Nudeln sein / Denn sowas rächt sich bitterlich“ und „Der Lack ist bei uns beiden zwar schon ab / Doch alten Resten eine Chance, mal sehen, ob es noch klappt“. Auch der letzte Song von „Weißes Papier“ ist ein makelloser.

34. Unter Brüdern

Ich komme immer wieder gerne auf das Album „An einem Sonntag im April“ zurück. Diesmal mit dem Schunkel-Rock’n’Roll von „Unter Brüdern“.

35. Die schönen Rosen

Der Titelsong des 1996-Albums, bei dem jede Textzeile wiederholt wird.

36. Sommerschlußverkauf der Eitelkeit

An zehnter Stelle auf „Weißes Papier“ und alles andere als ein Lückenfüller, den es auf diesem Album mal so gar nicht gibt. Ein Song, perfekt geeignet für alle Selbstdarsteller in Sozialen Medien.

37. Kopf aus dem Fenster

„Kopf aus dem Fenster und Arme aufs Brett / Und dann scheiß auf den Kaktus, der ist böse und heiß / Und ich fett und verdorben und du so nett“. Munter galoppiert der Auftaktsong von „Immer da wo du bist bin ich nie“. Und Sven Regener läßt uns mal wieder an seinen Weisheiten teilhaben. „Wer nicht geht, kommt nie wieder, und wer bleibt, ist nie weg“

38. Alle vier Minuten

„Lass uns nochmal um die Häuser ziehen / Schonungslos und ohne Hintersinn / Willenlos und immer mittendrin / An den letzten warmen Tagen in Berlin“. Na dann nichts wie los mit dem fünften Song von „Romantik“, erneut mit sublimer Streicherunterstützung.

39. Kavallerie

Die bittere (oder auch schöne) Erkenntnis: „Heute Nacht wird dir klar, daß der liebe Gott dich nicht liebt / daß sich der Tag der Erlösung noch etwas verschiebt“. Dazu wüste Gitarrenklänge, eine todtraurige Violine sowie Regeners erhabenes Trompetenspiel. Vorletzter Song auf „Psycho“.

40. Wenn der Winter kommt

Noch eine dieser elendschönen Romantikballaden. Zweites Lied auf „Mittelpunkt der Welt“. „Seit ich dich kenne, mag ich es gerne / Wenn der Winter kommt – dann wird’s früher dunkel“.

41. Der Mann vor Gericht

1989 auf „The Ballad Of Jimmy & Johnny“ erschienen, erster deutschsprachiger Song, Vorgeschmack auf alles, was da noch kommen sollte. Verstörend und kunstvoll.

42. Michaela sagt

Wie bei einigen anderen „Psycho“-Songs ist auch bei „Michaela sagt“ Christian Komorowskis Violinenspiel entscheidend, obwohl man es aufgrund von harrschen Gitarreneinsätzen kaum vermutet.

43. I’ll Warm You Up

Erster Song vom Debütalbum „Basically Sad“, geprägt vom Berliner Underground und den Talking Heads.

44. Irgendwo im Nirgendwo

Der Titeltrack der EP für Leander Haußmanns Theaterinszenierung von „Peter Pan“ am Schauspielhaus in Bochum, erschienen im Jahre 2000. „Und weil alle nur verloren sind, ist alles halb so schlimm“. Dieses Lied habe ich von Anfang an geliebt.

45. Im vorigen Jahr

Und wieder sind wir im Jahr 1994 angekommen, bei meiner Element Of-Crime-Initiationsplatte „An einem Sonntag im April“. Dort, halb versteckt an Nummer 7, dieses Element-Kleinod. „Wenn unsere Blicke sich zufällig trafen / Dann hast du gelächelt / Und ich war peinlich berührt“

46. Immer da wo du bist bin ich nie

Titelsong des 2009er-Albums. Ganz schön blues-rockig. „Immer wenn ich Lieder sang und dazu auf und nieder schwang an Bändern / Die elastisch waren, in Ländern die fantastisch waren“

47. So wie du

Mal wieder „Psycho“, diesmal kommen die Elements im jazzig-gespenstisch angehauchten Ambiente daher.

48. Dieselben Sterne

Vorletzter Song auf „Lieblingsfarben und Tiere“, mit der schönen Aufforderung: „Ruf mich an , wenn du die Schnauze voll hast / Komm vorbei, wenn du nicht weißt, wohin“

49. Stein, Schere, Papier

Aus dem aktuellen Album „Schafe, Monster und Mäuse“. Nochmals unheimliche Stimmung verbreitend.

50. Es regnet

Die gesamte „Romantik“-Platte ist natürlich eine überaus noble und der neunte Track ein weiteres Beispiel für die Eleganz des Sounds.

51. Nur mit dir

„Schlauer ist man immer wieder hinterher / Richtig schön war’s nur mit dir“. Fünfter Song auf „Mittelpunkt der Welt“. Unspektakulär, aber erlesen.

52. Weil du nicht da bist

Neunter Track auf „An einem Sonntag im April“ und einer der traurigsten Element-Songs. „Und auf meinem Nachttisch steht / Ein Schokoladenhase, traurig und allein / Ich weiß ihm nicht zu helfen und stopf ihn in mich rein / Weil du nicht da bist“

53. Lieblingsfarben und Tiere

Titelsong des 2014er-Albums. Wort des Albums: „Schwachstromsignalübertragungsweg“. Allein deshalb lohnt sich schon die ganze Platte.

54. Bring den Vorschlaghammer mit

Alten Resten keine Chance. „Bring den Vorschlaghammer mit / Wenn du heute Abend kommst / Dann schlagen wir alles kurz und klein / Der ganze alte Schrott muss raus und neuer Schrott muss rein“. Siebter Song auf „Romantik“.

55. Du hast die Wahl

Sechster Song auf „Weißes Papier“. „Kann sein / Daß das irgendwie blöd ist / Doch nichts ist so öde wie ein Sommer allein“. Eben.

56. Ein Hotdog unten am Hafen

Aus dem Soundtrack zum Leander Haußmann-Film „Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe“ (2008).

57. Bis zu mir kommst

Der vorletzte Song auf „An einem Sonntag im April“ gehört zu den fröhlichsten und ausgelassensten Liedern im Element Of Crime-Kosmos. „Und ich warte nicht / Bis du zu mir kommst / Ich geh selber hin und frage, wie’s dir geht“

58. The Ballad Of Jimmy & Johnny

Titeltrack und Opener ihres letzten englischsprachigen Studioalbums von 1989. „Life is a pain in the ass“.

59. Gewitter

Düstere Stimmung auf „Schafe, Monster und Mäuse“, jedenfalls bei „Gewitter“.

60. Waiting For The Morning Train

Wiederum von „The Ballad Of Jimmy & Johnny, dem besten englischsprachigem Element-Album. Indie-Garage-College-Rock, und doch unverwechselbar Element Of Crime

61. Schafe, Monster und Mäuse

Doch, auch im Titeltrack der 2018er-Platte herrscht eine dunkle Atmosphäre. „Und nirgendwo wird ein Wunsch erfüllt / Und überall stehen die Uhren still“

62. Seit der Himmel

„Bei mir geht überhaupt nichts mehr / Weil sich alles um dich dreht / Seit der Himmel jeden Morgen / Deine Augenfarbe trägt“. Dritter Song auf „Romantik“. Traumhaft.

63. Abendbrot

„Wohlgeformte Münder saugen voller Lust / Aus den Knochen der Erinnerung das Mark der Nostalgie“. Fünfter Song aus „Die schönen Rosen“ und Sven Regener bewirbt sich für den Literaturnobelpreis.

64. Am Morgen danach

Optimistischer Opener für „Lieblingsfarben und Tiere“: „Schiffe flussabwärts der Nordsee entgegen / Erst kam die Nacht und dann kam der Regen / Du ohne Plan und ich ohne Schirm, war ja klar / Am morgen danach waren wir beide noch da“

65. Fallende Blätter

Und wiederum „Romantik“, weil man Melancholie und Schwermut mit Element Of Crime am besten genießen kann. „Ich dachte wirklich daß es diesmal für immer wär“

66. Sperr mich ein

Man kommt von diesem Meisteralbum „Weißes Papier“ einfach nicht los. Was in dieser Liste erst auf Platz 66 landet, wäre für viele andere Künstler der Karrierehöhepunkt. „Erklär mir meine Rechte / Sperr mich ein / Ich will von dir verhaftet sein“. Von wem auch sonst?

67. Deborah Müller

Nach Michaela, nun Deborah. Dritter Song von „Immer da wo du bist bin ich nie“ mit den hoffnungsvollen Zeilen: „Der liebe Gott liebt dich / Und wenn nicht, dann bin ich noch da“

68. Jetzt mußt du springen

Mit „Psycho“ kratzten Element Of Crime bereits an den Top-Ten der deutschen Albumcharts. Ein Mitgrund sicherlich diese walzerartige Mutprobe.

69. Das alles kommt mit

Womit die Songs von „Weißes Papier“ nun komplett auf dieser Liste vertreten sind.

70. A Ship Is Passing

Nochmal das Album „The Ballad Of Jimmy & Johnny“ und irgendwie meint man, Regener & Co hätten in dieser Phase auch R.E.M. gehört.

71. Ganz leicht

Wiederum aus „An einem Sonntag im April“ und jede Menge Paris-Flair.

72. Geh doch hin

Zweiter Track von „Damals hinterm Mond“, mit den grandiosen Anfangszeilen: „Wie es mir geht, willst du gar nicht wissen / Und was ich trinke, willst du schon gar nicht bezahlen“.

73.Kaffee und Karin

Nach Michaela und Deborah, schunkeln wir nun mit Karin und Birgit. Vierter Song auf „Immer da wo du bist bin ich nie“.

74. Wieder ein Tag

„Gestern warn es noch Locken / Und heute schon glattes Haar / Ein Dosenfisch stürzt sich lachend / Ins offene Meer“. Achter Song auf „Damals hinter Mond“.

75. Liebe ist kälter als der Tod

Ja, „irgendwas ist immer, und Liebe ist kälter als der Tod“. Fünftes Lied auf „Lieblingsfarben und Tiere“, ein gewisses Drama inklusive.

76. Straßenbahn des Todes

Einkaufen mit Element Of Crime macht Spaß: „Vor dem Edeka des Grauens / Wo wer freundlich ist verliert“. Dritter Song auf „Mittelpunkt der Welt“.

77. Im Prinzenbad allein

Die erträgliche Leichtigkeit der Melancholie. „Keine Freude mehr am Sommer / Keine Lust auf Sonnenschein / Keine Wolke, keine Gnade / Und im Prinzenbad allein“. Neunter Song auf „Schafe, Monster und Mäuse“.

78. Ferien von dir

„Am Telefon verliert sich deine Spur / Und nur in meinen Träumen bist du hier / In den Ferien von dir“. Zweiter Song auf „Psycho“ und wieder ein ungemein tröstender Element-Song

79. Die letzte U-Bahn geht später

Zum Weinen schön, der vorletzte Song auf „Mittelpunkt der Welt“. „Ein Vollidiot bin ich gern, der letzte Verstand, da geht er / Die letzte U-Bahn geht später, und du bist immer noch da“

80. Warte auf mich

Noch ein letzter Abstecher zum „Romantik“-Album, denn dort wartet an vierter Stelle diese wehmütige und getragene Ballade.

81. Rette mich (vor mir selber)

„Rette mich vor mir selber / Hauptsache Liebe und Hauptsache du“. Wie kann man da nicht widerstehen? Viertes Lied auf „Lieblingsfarben und Tiere“.

82. Ich kann warten

Vierter Track auf „An einem Sonntag im April“, einer der lässigsten Element-Songs.

83. Still wird das Echo sein

Siebter Song auf „Mittelpunkt der Welt“ und Jakob Ilja an der Mandoline. „Und du merkst, daß der Klang deiner Stimme mir / Keine Liebeslieder mehr singt“

84. Ich war nicht dabei

Mutig vorwärtsstolpernder „Psycho“-Opener.

85. Finger weg von meiner Paranoia

Noch eine feine Abrechnung: „Finder weg von meiner Paranoia / Die war mir immer lieb und teuer / Nie ließ sie mich so kalt im Stich wie du“. Sechster Song auf „Mittelpunkt der Welt“.

86. No God Anymore

Auftakt-Song der oben bereits erwähnten (siehe Platz 30), von Velvet Underground-Legende John Cale produzierten Platte „Try To Be Mensch“. Untergrund-Indie-Rock mit nervösen Gitarrenschlieren.

87. Schade dass ich das nicht war

Flott swingt der dritte Track auf „Lieblingsfarben und Tiere“. „Im Sommer ein Schwimmbad, im Herbst eine Cocktailbar / Schade, dass ich das nicht war

88. Kein Schwein auf dem Tisch

Neunter Song auf „Damals hinterm Mond“. Es gab Phasen in meinem Leben, da hielt ich das Lied für überflüssig auf dem Album, aber das stimmt nicht.

89. Einer kommt weiter

Allein wegen des Refrains „Große Gedanken, kleines Gehirn / Einer kommt weiter, und der hat dich gern“ muss man den fünften Track auf „Immer da wo du bist bin ich nie“ einfach lieben.

90. Schwert, Schild und Fahrrad

Sanft dahingleitendes sechstes Lied auf „Lieblingsfarben und Tiere“ mit der hippiesken Zeile: „Ein schönes Paar sind wir zwei / Und beide mit Blumen im Haar / Wie an dem Tag / An dem ich dich das erste mal sah“

91. Ein Brot und eine Tüte

Fanfarenartige Bläser, ein fetter Chor und die glorreiche Erkenntnis: „Grausam ist das Leben als der einzige / Vernünftig denkend eingestellte Mensch / Zwischen lauter asozialen und total / Verrohten Vollidioten eingeklemmt“. Dritter Song auf „Schafe, Monster und Mäuse“.

92. Satellite Town

Dritter Song auf „The Ballad Of Jimmy & Johnny“, eine ultracoole Nummer à la Lou Reed.

93. An Land

Die See, das Land und die große Liebe: „Deine Hand kommt in meine / Und jede Hilfe zu spät / Ein Glas auf uns und eins auf die See“. Abschlusstrack von „An einem Sonntag im April“.

94. Die Party am Schlesischen Tor

Noch ein Schunkel-Chor von „Schafe, Monster und Mäuse“.

95. Nervous & Blue

Erneut ein Sprung zur Cale-Produktion „Try To Be Mensch“. Weil die ganze Schwermut, Sehnsucht und Melancholie sich bereits hier offenbart.

96. Weit ist der Weg

Womit auch das Album „Mittelpunkt der Welt“ vollzählig in der Top-100-Liste vertreten ist. „Hier können wir nicht bleiben, wer jetzt nicht schläft ist tot / Oder will immer noch mehr / Weit ist der Weg zu dir“

97. Immer noch Liebe in mir

Und manchmal geht es richiggehend ausgelassen zu bei den Elements. Fünfter Song auf „Schafe, Monster und Mäuse“.

98. Mein dein Tag

Der erste Song von „An einem Sonntag im April“ und somit auch der erste Song, den ich jemals von Element Of Crime hörte. Genießt also ein Vorzugsrecht für die Aufnahme in diese Liste. „Und wieder ist ein Stündchen rumgebracht“

99. Immer nur geliebt

Ein zweites Lied von der „Peter Pan“-EP. Unfassbar sehnsüchtig und mit glorreichen Worten wie „Schnittchenschmierer“, „Tierfilmgucker“ und „Sitzenpinkler“ versehen.

100. Long Long Summer

Sechster Song auf „Freedom, Love And Happiness“ von 1988. Eine echte Hymne, auch aufgrund des vielstimmigen Chores, bei dem Nikki Sudden (der Musikgott hab ihn selig) und Max Goldt mitsangen. Und der Textaussage „All we need is a long long summer“ kann ich nur zustimmen.

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