The Heavy: Sons – Albumreview

The Heavy: Sons – Albumreview

The Heavy auf ihrem Soul-Funk-Rock-Triumphzug

„Sons“ ist das fünfte Album von The Heavy seit 2007 und der Nachfolger des letzten, 2016 veröffentlichten „Hurt & The Merciless“, das ihnen immerhin eine Platzierung in den Top-50 der heimatlichen UK-Charts einbrachte. Als echten Durchbruch kann man den nationalen Erfolg noch nicht wirklich werten. Der steht für das Quartett aus Bath indes mit „Sons“ unmittelbar bevor. Zu stark ist dieser 35-minütige Parforceritt durch die Soul- und Rockgeschichte, als dass er nicht weltweit hohe Anerkennung fände, die sich letztendlich in den Charts niederschlüge.

The Heavy treffen auf Led Zeppelin und die Beastie Boys

The Heavy Sons Albumcover BMG

Sänger Kelvin Swaby zog nach dem Release des letzten Studioalbums seiner aus Santa Fé stammenden Frau zuliebe, die, verständlicherweise, mit dem englischen Winter nicht zurechtkam, nach Florida. Die räumliche Trennung zu Gitarrist Daniel Taylor, Bassist Spencer Page und Schlagzeuger Chris Ellul tat der Energie von The Heavy keinen Abbruch. Im Gegenteil. Mit dem vor Kraft strotzenden „Heavy For You“ beginnt die Platte, ein Rock-Soul-Monolith, der mit einem Heavy-Rock-Gitarrensolo einsetzt und zu einem Wirbelsturm aus offensiven Bläsern, schmetternden Chören und gewaltigen Drums anwächst. Led Zeppelin meets Beastie Boys, ein infernalischer Triumph, ein elektrisierender Song. Die Band überschlägt sich geradezu vor überbordender Energie. Wird der Sixties-Soul bei „The Thief“ noch mit charmantem Pop-Appeal gespielt, taucht die Band für „Better As One“ schwer in die Stax-Zeit ein. Hier evozieren The Heavy mit jeder Note Otis Redding oder James Brown.

Funk, Soul, Blues und Glam-Rock

Im Psychedelic-Soul-Pop der Sechziger findet sich „Fire“ wieder, bevor der Soul in „Fighting The Same Thing“ im Disco-Funk-Sound präsentiert wird. Wer bis dahin bereits nassgeschwitzt ist, kann sich während der „Hurt Interlude“ kurz erholen, danach geht es gewohnt rasant weiter. Die hochenergetische Mixtur aus Funk, Soul, Blues, Glam-Rock und Psychedelic-Pop birgt vier weitere Highlights, und Freunde der Quentin-Tarantino-Film-Soundtracks kommen zusätzlich bei „What Don’t Kill You“ auf ihre Kosten. Spielen Sie das Album auf jeder Party ab und Sie werden viele neue Freunde gewinnen. Mit dem euphorisierenden Album „Sons“ sind The Heavy auf dem Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere angekommen.  

„Sons“ von The Heavy erscheint am 17.05.2019 bei BMG (Beitragsbild by Dan Kendall).

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