Joshua Redman Quartet: Come What May

Joshua Redman Quartet: Come What May

Für sein neues Album umgibt sich Joshua Redman mit guten Freunden – und klingt frischer denn je

Der Stellenwert von Joshua Redman für den modernen Jazz ist unbestritten. Der 50-Jährige gilt gleichermaßen als gescheiter Komponist sowie als gedankenschneller Improvisator auf dem Tenor-Saxofon. Elegant und entspannt, virtuos und variantenreich – vor allem live gilt der Kalifornier als sichere Bank. Und wurde nicht zuletzt deshalb jüngst für einen Grammy nominiert. Mit „Come What May“ wird Redman seinem Ruf mehr als gerecht.

Joshua Redman und seine Lieblingsmusiker

Joshua Redman Come What May Cover Nonesuch Records

Aufgenommen mit seinen „Lieblingsmusikern auf der ganzen Welt“ (Pianist Aaron Goldberg, Bassist Reuben Rogers und Drummer Gregory Hutchinson), ist „Come What May“ eine imposante Demonstration seiner Meisterschaft. Wer hören will, wie musikalische Seelenverwandtschaft klingt, sollte sich die letzten 60 Sekunden von „I’ll Go Mine“ anhören. Hier werden Saxofon und Piano zu einer Stimme, verschmelzen Bass und Schlagzeug zu einer Idee. Alles fokussiert sich. Alles wird klar.

Vertrauen und Mitgefühl

Auf diesem Niveau bewegen sich alle sieben Stücke dieser wunderbaren Platte, die mal swingen („Circle Of Life“), mal in melancholische Tiefen abtauchen („Come What May“) oder vor Energie geradezu zu platzen drohen („How We Do“). Immer aber ist dieses Vertrauen und Mitgefühl zu hören, das Ergebnis einer Freundschaft und gegenseitigen Respekts ist und „Come What May“ zu einem Highlight in Joshua Redmans Werk machen. Ein Traum!

„Come What May“ von Joshua Redman Quartet ist am 29.03.2019 bei Nonesuch Records / Warner Music erschienen (Beitragsbild: Albumcover.

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