Rhonda live in Hamburg 2019

Rhonda live in Hamburg 2019

Rhonda krönen im Mojo-Club ihren Tourabschluss mit musikalischer Höchstleistung

Am Samstag, 02.02.2019, führte es die Soul-Pop-Rock-Band Rhonda zum krönenden Abschluss ihrer Tour, wie auch schon 2015, in die Heimat nach Hamburg. Der Mojo-Club auf der Reeperbahn war restlos ausverkauft und es folgte, voller musikalischer Abwechslung, die Performance einer Band, deren Energie und Leidenschaften sich über das gesamte Konzert hinweg in den Jubelschwallen des begeisterten und ausgelassenen Publikums wiederspiegelte.

Paloma & The Matches glänzen als Vorband

Mit im Gepäck war die Bremer Band Paloma & The Matches, die den Abend einleiten durfte. In den acht gespielten Songs war zu erkennen, welch großen Facettenreichtum Bianca Paloma Marstaller (Gesang), Kai Kampf (Gitarre), Tom Wagner (Bass) und Nils O’Swald (Drums) mit sich bringen. Von Psychedelic Rock über Soul und Folk bis Surf Pop waren unterschiedlichste Einflüsse zu erkennen und so gelang es der Band unter anderem mit dem ohrwurmträchtigen „Waiting“, ihrer neuen Single „Your Shin“, der Ballade „Out Of Sight, Out Of Mind“ sowie dem catchy „Taboo” das Publikum gekonnt in den Bann zu ziehen. Mitreißende Schellenkranzrhythmen, beeindruckende Gitarrensoli und freche Tanzeinlagen ließen die Zuschauer ebenfalls nicht lange stillstehen.

Rhonda fesselt mit musikalischer Höchstleistung

Im Mittelpunkt des Abends stand Rhondas neustes Werk „You Could Be Home Now“, das am 11. Januar via Popup-Records veröffentlicht wurde. Auch wenn das Album etwas düsterer als seine Vorgänger – „Wire“ 2017 und „Raw Love“ 2014 – daher kommt, ließ es sich die Band nicht nehmen, auf der Bühne dafür musikalisch umso mehr zu glänzen. Zu den an Westernfilme erinnernden Klängen von „Morongo Road, Pt.1“ schritten Sängerin Milo Milone, Bassist Jan Fabricius, Offer Stock an der Orgel, Schlagzeuger Gunnar Riedel und der Gitarrist sowie Produzent des aktuellen Albums Ben Schadow auf die Bühne. In gewohnter Reihenfolge erklangen zunächst das liebliche aber auch von sehnsüchtiger Schwermut geprägte „Baby“ und der von Gitarren-Rock-Riffs dominierte Fetzer „Habits“. Aber auch eingefleischte Fans sollten auf ihre Kosten kommen und so schlossen sich Tracks der ersten beiden Alben wie „In My Eyes“, „Doomsday“ und „I Need No Help“ an. Auch im weiteren Verlauf folgte ein abwechslungsreicher Songmix: Milone, die nun richtig in Fahrt gekommen war, ließ ihrer Stimmgewalt freien Lauf, schaffte es aber auch gleichzeitig mit sanften Klängen zu verzaubern und für Gänsehautmomente beim Publikum zu sorgen. Klassiker der Band wie „Camera“, „That’s How I Roll“ oder „Don’t Boy“ fanden hierbei ebenso Eingang in das Programm wie das erst kürzlich erschienene „So Wrong“,  die Soul-Ballade „Why We Stay“ oder das energiegeladen dramatische „Couldn’t Say Yes“.

Die Fans tragen Rhonda auf Händen

„Off The Track“ bildete das ereignisreiche Highlight des Abends. Sängerin Milo Milone zeigte im Mojo-Club erneut all ihr Vertrauen und ließ sich im Stagediving-Style von ihren Fans durch den Raum tragen. Es folgte mit „I Do“ der offiziell letzte Song des Abends. Nach den Aufregungen des zuvor Erlebten war der sanfte und emotional ruhige Beginn der Nummer noch einmal eine willkommene Abwechslung, bis das musikalische Spektakel schließlich aber wieder in imposante Gitarrensoli und effektiv kraftvolle Headbanging-Akrobatik mündete. Verständlich also, dass die Fans die Band zu diesem Zeitpunkt noch keinesfalls gehen lassen wollten und so bildeten „You Could Be Home Now“, „Terrible Lie“, der catchy Opener des ersten Albums sowie das Cover von „When You Find Out“ schließlich einen gelungenen und runden Abschluss. Am Ende des Konzerts stand im Mojo-Club ein Publikum, das mit tosendem Applaus seine Idole am liebsten gar nicht mehr von der Bühne gelassen hätte. Der Auftritt im Mojo-Club hat also eindeutig gezeigt, dass selbst eine räumliche Trennung wie der Umzug der Frontfrau in die USA für die Band absolut keine unüberwindbare Hürde darstellt und so darf man sich auf das freuen, was die musikalische Zukunft noch für Rhonda bringen wird. (Beitragsbild: Rhonda-Archivfoto von Gérard Otremba)

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