At Pavillon: Believe Us – Albumreview

At Pavillon: Believe Us – Albumreview

At Pavillon, die nächste zu goutierende Band aus Österreich

Der zeitgenössische Pop aus Österreich hat in den letzten Jahren einige Bands nach vorn gespült, da sind  Wanda, Ja, Panik und Bilderbuch nur die weitaus bekanntesten Namen. Ein Blick in die Alpenrepublik lohnt sich also immer. Ganz besonders bei At Pavillon. Das Wiener Quartett haben wir bei Sounds & Books bereits vor einem halben Jahr entdeckt und mit einem Song des Tages vorgestellt. Nun ist mit Believe Us auch das Debütalbum von At Pavillon erschienen.

Der strahlende Pop von At Pavillion

At Pavillon Believe Us Cover Las Vegas Records

At Pavillon ist eine multikulturelle Band, die vier Mitglieder der Formation haben Wurzeln aus Österreich, Deutschland, Iran und Tansania. Die Text behandeln Themen wie Immigration, Flucht, Xenophobie und Geschlechtergleichstellung, die Musik von Mwita Mataro (Gesang, Gitarre), Bernhard Melchart (Gitarre), Paul Majdzadeh-Ameli (Schlagzeug) und Tobias Kobl (Bass) hat trotz der inhaltlichen Schwere einen nimmermüden, tanzbaren Groove. Auf Believe Us treffen ungeniert Franz Ferdinand, Bloc Party sowie Bryan Ferry aufeinander und in „Disco Demolition Night“ zitieren die Herren schnell mal noch den Godfather of Soul, James Brown. Soul, Indie-Pop, Funk, Eighties-Synth-Pop, New Wave, At Pavillon verschmelzen alles zu strahlendem Pop.

Indie-Disco-Pop-Funk-Soul

Bereits der Opener „Believers“ pulsiert schnell in Richtung Tanzfläche, zunächst geschmeidig, bald jedoch mit dringlichem Aplomb. Die 80er-Indie-Gitarren in „OPOV“ erhellen jede Nacht, auf das vorwärtstreibende „Lions“, ein entfesselter Indie-Disco-Funk-Track, sind die Kollegen von Franz Ferdinand sicherlich schwer neidisch und auch „Face It“ lädt mit seinem lässigen Indie-Pop zum nächsten Tanz ein. Vom gewohnten Rhythmus weichen At Pavillon lediglich für zwei balladeske Stücke ab. Besitzt „Cindy“ noch eine gewisse Affinität zu den sonst herrschenden Grooves, entpuppt sich der Album-Closer „Vienna“ als ein düster-melancholischer, an Ennio Morricone erinnernder Song, der in der letzten Minute brachial explodiert.

Dance the night away mit At Pavillon

Dazwischen liegen euphorische Feger wie „Ketamine“ und „All Eyes On You“ sowie das im Refrain bunt schillernde „Stop This War“ und das im Tempo verschleppte „Mama“. Allen Songs leben u.a. von Mwita Mataros kraftvoller Stimme, ein Amalgam aus Bryan Ferry, Alex Kapranos und Elvis Costello. Dance the night away mit At Pavillon. Believe Us markiert den Beginn einer hoffentlich steilen Karriere wie sie die österreichischen Kollegen von Wanda und Bilderbuch schon hinter sich haben.

„Believe Us“ von At Pavillon ist am 25.01.2019 bei Las Vegas Records / Soulfood / Believe erschienen (Beitragsbild von Catalina Körber.

Kommentare

  • <cite class="fn">Birgit Riedinger-Dippel</cite>

    Coole Newcomer. Geniales Werk, dieser song. Schöner sound. Ein song zum tanzen und zum geniessen. Würde man gern morgens im Radio hören vor dem Aufstehen. Wir sind gespannt und freuen uns auf das Album….

  • <cite class="fn">Birgit Riedinger-Dippel</cite>

    ich kann mich den o.g. Ausführungen nur voll und ganz anschließen. Geniales Werk, dieser song. Schöner sound. Ein song zum tanzen und zum geniessen. Würde man gern morgens im Radio hören vor dem Aufstehen. Wir sind gespannt auf das Album….

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